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Plön : Sozialverband Plön wieder mit neuen Rekordzahlen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

834 Mitglieder gehören mittlerweile dem Ortsverband Plön im Sozialverband Deutschland an. Und es werden immer mehr.

Schon ein erster Blick auf den prall gefüllten Saal der Aula am Schiffsthal ließ erahnen, welch großem Zuspruch sich die Plöner Ortsgruppe des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) mittlerweile erfreut. „Wir konnten mit unseren zwei Kaffeeautomaten leider nur gut 250 Tassen vorbereiten, doch sollte damit jeder Gast immerhin Zwei trinken können“, meinte der Vorsitzende Hans-Jürgen Kreuzburg in seinem Grußwort auf der Jahresversammlung am Sonnabendnachmittag zum unerwartet großen Andrang.

Das Interesse spiegelte jedoch nur eine allgemeine Entwicklung im Ortsverband wider, die Kreuzburg dann auch ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte. Seit Oktober hat der SoVD in Plön über 800 Mitglieder – Tendenz weiter steigend. „Unser Ziel war es ja eigentlich, die Mitgliederzahl auf knapp 750 zu steigern“, verriet Kreuzburg. Stattdessen gehörten dem SoVD-Ortsverband Plön am 31. Dezember nun schon 834 Menschen an, 121 mehr als im Vorjahr. „Trotzdem“, gab der Vorsitzende sogleich die weitere Marschroute aus, „bleibt das Ziel, diese Zahlen noch weiter zu steigern.“ Schließlich könne man nur so auch wirklich effektiv da helfen, wo Hilfe dringend
nötig sei.

Hilfe auf ehrenamtlicher Basis lobte Bürgermeister Jens Paustian. „Die Größe ihres Verbandes zeigt mir persönlich, dass es gerade im Bereich der sozialen Rechte ein breites Interesse an kompetenter Unterstützung gibt.“ Zugleich fand der Bürgermeister aber auch mahnende Worte, als zum Ende seiner Rede die wachsende soziale Ungleichheit in der Gesellschaft Thema wurde. Er sei erschrocken über die stetig steigende Armutsquote, wo doch die Steuereinnahmen von Jahr zu Jahr neue Rekordhöhen erreichten: „Da muss man sich dann schon fragen, wo das ganze Geld eigentlich ankommt.“

Neben den Berichten zur Mitglieder- und Finanzentwicklung mit einem Überschuss von 250 Euro fehlte ein Blick zurück auf die vielen Events des vergangenen Jahres nicht. Insgesamt über 2600 Menschen nahmen an Veranstaltungen wie dem monatlichen Frühstücken im Dana-Pflegeheim oder den Weihnachtsfeiern teil. Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte Sozialberater Jörg Zimmermann, als er von dem Antrag eines Ehepaares auf Bewilligung der höchsten Pflegestufe berichtete, von dem ihm selbst jedoch erst im Nachhinein berichtet wurde. Das Gesuch wurde abgelehnt, die bettlägerige Patientin verstarb knapp einen Monat später. Der Sozialberater konnte später zwar noch eine Neubeurteilung des Falles bewirken, doch durch eine frühere Kontaktaufnahme wäre dies wohl gar nicht nötig gewesen. „Dieser Fall“, sagte Zimmermann sichtlich berührt, „zeigt einmal mehr, dass man kämpfen muss. Aber kämpfen sie nicht allein.“  

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erstellt am 22.Feb.2015 | 12:51 Uhr

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