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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 08:18 Uhr

Sorge um Hafenzufahrt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Scandlines fürchtet Nachteile gegenüber Belttunnel

von
erstellt am 14.Feb.2014 | 10:53 Uhr

Ein Schiff mit modernem Antrieb hat sich der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens angeschaut: die Fähre „Schleswig-Holstein“ der Reederei Scandlines. Das generalüberholte Schiff verfügt über „Greenship-Technologie“, bei der überschüssige Energie in Batterien gespeichert wird. Durch die zusätzlich Nutzung von Elektroenergie
soll weniger Treibstoff verbraucht und die Kohlendioxid-Emissionen um 10 bis 15 Prozent gesenkt werden.

Zugleich sollen damit neue Grenzwerte für den Schwefeldioxidgehalt in Schiffsabgasen eingehalten werden, die im Jahr 2015 für Nord- und Ostsee gültig werden.

„Scandlines unternimmt mit einer modellhaften Kombination aus einem Hybridantrieb sowie der Installation von Abgaswäschern, sogenannten Scrubbern“, einen wegweisenden Schritt in einen umweltschonenden und zugleich effizienten Fährbetrieb“, stellte Gädechens nach einem Gespräch mit dem Chef-Kapitän der Reederei, Johannes Wasmuth, und Scandlines-Manager Heiko Kähler fest.

Angesprochen wurde auch die Sorge der Reederei, dass die Landesplanung den Zugang zum Fährhafen Puttgarden erschweren könnte. Scandlines sei entschlossen, den Fährbetrieb auch nach dem Bau der Festen Fehmarnbeltquerung aufrechtzuerhalten, darüber hinaus sei Scandlines auch Hafenbetreiber in Puttgarden. Gädechens: „Wenn der Fährhafen Puttgarden lediglich über eine Autobahn-Abzweigung statt direkt zu erreichen ist, wird der Wettbewerb zwischen der Festen Fehmarnbelt-Querung und dem Scandlines-Fährangebot ungerecht verzerrt, noch bevor der Wettbewerb überhaupt begonnen hat“. Angesichts eines ohnehin schon kritischen Ungleichgewichts zwischen dem 100-prozentigen Staatsunternehmen Femern und der Scandlines-Reederei sei eine direkte Anbindung Puttgardens in der Trassenplanung unverzichtbar, formulierte Gädechens.

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