Sonntagsgespräch in der Gedenkstätte Ahrensbök

In der Gedenkstätte Ahrensbök gibt es am Sonntag eine neue Gesprächsrunde. Der Eintritt ist frei.
In der Gedenkstätte Ahrensbök gibt es am Sonntag eine neue Gesprächsrunde. Der Eintritt ist frei.

shz.de von
25. Juli 2018, 14:32 Uhr

Das Sonntagsgespräch mit der Zeitzeugin Käthe Birkenfeldt am Sonntag, 29. Juli, um 15 Uhr in der Gedenkstätte Ahrensbök wird wegen Erkrankung der Referentin einen anderen Referenten haben. Birkenfeldt wird zu späterer Zeit über das Drama während der Evakuierung der Munitionsfabrik Lübberstedt in der Holsteinischen Schweiz sprechen.

An ihrer Stelle hat sich der Bremer Professor Dr. Jörg Wollenberg bereit erklärt, über dieses Drama aus Sicht der ab 24. April 1945 in Eutin und Plön „residierenden“ NS-Reichsregierung unter Großadmiral Dönitz zu berichten.

Die am 23. April aus Lübberstedt (Niedersachsen) Richtung Plön evakuierten 300 jüdischen Zwangsarbeiterinnen erreichten am 2. Mai 1945 Eutin. Infolge britischer Bombenangriffe auf den Zug bei Bockholt und Timmdorf kamen aber nur 200 von ihnen in Plön an. 80 der getöteten Frauen aus Ungarn und Polen wurden auf den Friedhöfen in Eutin, Plön und Lübeck beerdigt – und bald vergessen.

Interessierte sind zu der Veranstaltung mit Wollenberg in die Gedenkstätte (Flachsröste 16) eingeladen, die jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr, jeden Dienstag und jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet ist. Der Eintritt zur Gedenkstätte und zum Vortrag ist frei.

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