Sommerflaute auf dem Arbeitsmarkt

Mehr Menschen als noch im vergangenen Monat melden sich zurzeit arbeitslos.
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Mehr Menschen als noch im vergangenen Monat melden sich zurzeit arbeitslos.

Arbeitslosesquote im Kreis Ostholstein steigt um 1,6 Prozent – im Kreis Plön um 3,5 Prozent

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30. Juli 2015, 10:03 Uhr

Der Ferienstart im Juli brachte den erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat: Zu den Meldungen nach Schuljahres- und Ausbildungsende kamen quartalsbedingte Entlassungen in den kaufmännischen Berufen hinzu. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit jedoch weiter zurückgegangen und bleibt auf dem Niveau von vor 22 Jahren. Leider profitieren Langzeitarbeitslose bisher noch zu wenig von der guten Entwicklung.

Die Zahlen im Überblick: Im Kreis Ostholstein waren Ende Juli 5513 Arbeitslose gemeldet, ein Anstieg zum Vormonat um 85 oder 1,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 234 (4,1 Prozent) Arbeitnehmer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat auf 5,4 Prozent an (Vorjahr 5,7 Prozent).

Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im Juli 1820 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 22 (1,2 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 17 (0,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert an. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 7,6 Prozent. Es meldeten sich 272 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 253 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 70 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 8 (1,0 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 61 (7,3 Prozent) auf 775 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent). Dabei meldeten sich 166 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 174 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Juli 93 neue Stellen.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im Juli 1359 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 32 oder 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 17 oder 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 5,4 Prozent. Dabei meldeten sich 285 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 253 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 114 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 27 (4,3 Prozent) auf 661 Personen gestiegen. Das waren 61 (8,4 Prozent) Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent). Dabei meldeten sich 156 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 127 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Juli 89 neue Stellen.

Im gesamten Kreisgebiet Plön wurden am Monatsende 3480 Arbeitslose gezählt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 126 (-3,5 Prozent) Personen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 5,3 Prozent (Vorjahresmonat: 5,6). Im Vergleich zum Vormonat Juni stieg die Arbeitslosigkeit um 118 (+3,5).

„Im Kreis Plön waren im Juli 3480 Menschen arbeitslos. Das ist ein gutes Ergebnis. Schaut man sich den Plöner Arbeitsmarkt langfristig an, so ist dies die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Juli seit 1993“, sagte Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Leiter der Agentur für Arbeit Kiel, gestern. Gründe für den Anstieg der Zahlen seien Freisetzungen nach erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung, die beginnenden Sommerferien, Quartalsentlassungen und junge Menschen, die sich vorsorglich zwischen Schule und Studium arbeitslos melden. „Auf dem Plöner Arbeitsmarkt herrscht ‚Sommerflaute‘“, konstatierte Schmidtke-Glamann.

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