Schönwalde : Solide Pläne für Bungsberg

Der Landesbeirat der 21 Aktivregionen wird im Juni über die künftigen Leuchtturmprojekte im Land entscheiden.

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24. April 2012, 11:25 Uhr

Schönwalde | Mit ins Rennen geht dabei das "Erlebnis Bungsberg" des Zweckverbandes Bungsberg mit einer Investitionssumme von rund 2,8 Millionen Euro. Das beschloss die Verbandsversammlung einstimmig.

Bei einem positiven Entscheid würde das Vorhaben mit 750.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. Noch in diesem Jahr soll mit ersten Baumaßnahmen begonnen werden; geplant ist die Errichtung eines Informationszentrums und einer Waldschänke fürs gastronomische Angebot.
Tilgungsfreies Darlehen über 2 Millionen Euro

Hauptgeldgeber des Bildungsprojektes am Bungsberg ist die Sparkassenstiftung Ostholstein. Mit einem tilgungsfreien Darlehen über 2 Millionen Euro liefert sie die finanzielle Basis für die diversen Maßnahmen; über die Rückzahlung des Darlehens soll nach Ablauf der Bindungsfrist der Fördermittel in 15 bis 20 Jahren verhandelt werden. Die Zinsen werden durch Mietzahlungen der Stiftung für das "Bildungsspaß"-Gebäude gegenfinanziert. Das über 30 Hektar große Gelände auf dem Bungsberg hat ebenfalls die Sparkassenstiftung erworben; sie stellt es dem Zweckverband in Erbpacht zur Verfügung und übernimmt die Planungskosten. Darüber hinaus wird sie auch als Betreiber des pädagogischen Angebots "BildungsSpaß Ostholstein" auftreten und in die Errichtung der Außenanlagen wie den Themenspielplatz "Kolonialzeit" oder den Bildungspfad "Gletscher/Eiszeit" investieren. Diese Etappe soll ab 2014 realisiert werden.

Selbst für den Fall, nicht als Leuchtturmprojekt ausgewählt zu werden, habe die Stiftung ein tragfähiges Szenario entwickelt, beruhigte Jörg Schumacher die Verbandsversammlung. Der Geschäftsführer der Stiftung ist optimistisch, noch 2012 den ersten Spatenstich und zum neuen Schuljahr 2013 die Eröffnung und Aufnahme des Bildungsangebots auf dem Bungsberg feiern zu können.

Schumacher sieht im Bungsberg das zukünftige Zentrum einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, ein Hauptanliegen der Stiftung. Daher richten sich die pädagogischen Konzepte an Kindergärten und Grundschüler der ersten und zweiten Klasse. Gespräche mit dem Dorfmuseum Schönwalde hätten den Bungsberg auch als Ziel für Klassenfahrten in den Fokus gerückt. Die Vernetzung der Bildungsangebote für nachhaltige Entwicklung könnte den Bungsberg zu einer Marke machen.

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