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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 23:00 Uhr

Solidarität gefordert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Prominent besetzter Hilfsverein unterstützt im Dienst verletzte Polizisten

Rund 1200 Polizisten wurden im vergangenen Jahr angegriffen und teilweise schwer verletzt. Auch wenn die Zahl in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr leicht rückgängig war, gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Darauf machten Landtagspräsident Klaus Schlie und Innenminister Andreas Breitner beim 12. Sponsorenessen des „Hilfs- und Unterstützungsfonds für Polizeibeschäftigte und deren Familien in Not“ (HUPF) im Maritim-Hotel in Kiel aufmerksam.

Im Schnitt gebe es noch immer mehr als drei Gewaltdelikte gegen Polizeibeamte pro Tag, sagte Schlie als Vorsitzender des karitativen Vereins. Unter den Gästen aus Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Leben befanden sich Lutz Marmor, NDR-Intendant, die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Herlich Marie Todsen-Reese und Landespolizeidirektor a.D. Gerd Pietsch.

Im vergangenen Jahr seien vom Hilfsfonds neun Zuwendungen an Polizisten, die bei Einsätzen Opfer von gewalttätigen Angriffen waren, bewilligt worden. Diese Zuwendungen stammten aus Spenden der Bevölkerung an den Verein zugunsten verletzter Ordnungshüter.

Die Polizeibeamten hätten die Wertschätzung für ihre schwierige Arbeit und die damit verbundenen Belastungen auch mehr als verdient, ergänzte Innenminister und Schirmherr Andreas Breitner. Aus Gesprächen mit verletzten Polizisten wisse er um die Folgen erlebter Gewaltanwendung für jeden einzelnen und oft auch für die Familie. „Damit dürfen Polizeibeamte nicht alleine gelassen werden“, konstatierte Breitner.

Lutz Marmor verwies als Ehrengast auf das große Vertrauen und die hohe Sympathie, die die Polizei in der Bevölkerung genieße. „Polizisten riskieren ihre Gesundheit, sogar ihr Leben und müssen oft das ausbaden, was sie nicht zu verantworten haben“, so Marmor. Jedoch müsse sich die Polizei als Vertreter des Gewaltmonopols auch Diskussionen und eine kritische Berichterstattung durch die Medien gefallen lassen.





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erstellt am 23.Feb.2014 | 13:21 Uhr

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