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Malente : Sky-Planung nimmt Hürde im Planungsausschuss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Planungsausschuss der Gemeinde Malente hat einer Erweiterung des Sky-Marktes zugestimmt.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2014 | 12:48 Uhr

Gemeindevertreter David Kardell (Grüne) wollte noch Einwände geltend machen, doch da hatte Ausschussvorsitzender Klaus Schützler (CDU) die Beratung schon für beendet erklärt. So empfahl der Planungsausschuss der Gemeindevertretung (nächste Sitzung am 18. Dezember) gegen die Stimme des Grünen, die 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 57 für eine Erweiterung des Lebensmittelmarktes Sky zu beschließen.

Damit nahm die Planung für den Frischemarkt diese Hürde relativ kurz und schmerzlos. Immerhin wird das Vorhaben bereits seit Juli 2007 diskutiert. Gleich mehrere Punkte waren dabei umstritten. Vor allem die Anlieferung über das Grundstück der abgebrannten Reese-Kate in der Marktstraße, die Verkehrssituation in der Bahnhofstraße, mögliche Belästigungen der Nachbarn durch Lärm und Autoscheinwerfer als auch die schiere Größe des neuen Markts waren immer wieder Thema. Die Verkaufsfläche wird mit 2200 Quadratmetern in etwa verdoppelt. Davon sollen 1645 Quadratmeter für Lebensmittel, 365 Quadratmeter für Getränke und 190 Quadratmeter für Shop-Flächen genutzt werden. Der Markt dehnt sich künftig auf die jetzige Parkplatzfläche aus. Der Parkplatz entsteht nun auf der angrenzenden ehemaligen Hofstelle.

Aus Sicht des Investors, der Firma May & Co. in Itzehoe, die das Gebäude an Sky vermietet, sind alle Einwände gegen das Vorhaben ausgeräumt, die ein Planer deutlich machte. Alle Schallquellen seien gutachterlich untersucht und bei der Abwägung berücksichtigt worden. Lichtemissionen durch auf den Parkplatz fahrende Autos würden durch einen Grünstreifen reduziert. Außerdem müssten Anwohner in der Ortslage damit leben, dass es an Parkplätzen hell sei.

In einem sogenannten Durchführungsvertrag zwischen Gemeinde und Investor werden auch die Anlieferungszeiten geregelt. Hier bestanden vor allem Befürchtungen, dass rangierende Lastwagen Schulkinder der nahe gelegenen Grundschule gefährden könnten. Deshalb ist die Anlieferung nun von 7.15 bis 8.30 Uhr sowie von 12 bis 13.45 Uhr untersagt, ebenso wie nachts von 22 bis 6 Uhr. Jeder einzelne Verstoß gegen diese Festlegungen ist mit einer Vertragsstrafe von 5000 Euro belegt. Achim Vollert, Umweltbeauftragter und direkter Anlieger, kündigte an, dies auch nachzuprüfen.

Um Lärm zu vermeiden, soll außerdem der Anlieferbereich in der Marktstraße eingehaust und mit einem Rolltor versehen werden. Außerdem verpflichtet sich der Investor, eine Linksabbiegespur zu bauen, falls sich wider Erwarten herausstellen sollte, dass der durch die Vergrößerung des Marktes verursachte Verkehr zu Problemen in der Bahnhofstraße führt.

 

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