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Ostholsteiner Anzeiger

21. November 2017 | 18:48 Uhr

Singen mit dem Instrument des Jahres

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Birgit Sader unterrichtet wieder Oboe an der Musikschule Ostholstein

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2017 | 17:36 Uhr

Wenn’s ans Herz geht, kommt die Oboe ins Spiel. Das Instrument des Jahres 2017 ist immer dann in der Musik zu hören, wenn es romantisch zugeht oder die Seele berührt wird. Birgit Sader ist eng mit diesem Holzblasinstrument verbunden. Die Lübeckerin lehrt Oboe an der Kreismusikschule Ostholstein und ist einer der größten Fans des Instruments. „Es passt zu mir. Man kann viel singen mit ihr“, sagt Sader. Die Oboe komme vom Tonumfang der menschlichen Sopranstimme am nächsten. Die richtige Atemtechnik ist somit das A und O bei der Beherrschung des etwa 65 Zentimeter langen Instruments. Wie beim Singen.

Seit 1997 ist Sader an der Kreismusikschule aktiv. Zunächst in der Früherziehung. Hier kümmerte sie sich um die Blockflötenschüler, die sie sich zu Oboenschülern heranzog. Nach der Geburt ihrer ersten beiden Kinder konzentrierte sie sich rein auf letztere. Und pausierte schließlich. Bis jetzt: Seit diesem Frühjahr ist Sader wieder aktiv, lehrt Interessierten zwischen sieben und 80 Jahren ihr Lieblingsinstrument.

„Erfolge sind sehr schnell sichtbar“, sagt Sader und kontrastiert die Oboe zu schwierigeren Instrumenten wie Geige oder Cello, die sich viele Eltern für ihre Kinder wünschen. Und enttäuscht seien, wenn sich Lernerfolge nicht schnell genug einstellen, so Sader. Doch sollte man sich stets vor Augen halten: Oboen sind nicht so preiswert wie beispielsweise Flöten. Mehr als 1000 Euro müssten Einsteiger und locker 10  000 Euro Fortgeschrittene investieren. „Oboen sind wie Autos“, sagt Sader. Ihr Vergleich geht dahin, dass sich die wertvollen Instrumente abnutzen, ihr Wert verfällt. Eben wie bei der Deutschen liebstes Kind – dem Auto. Betroffen sind davon meist nur die Profi-Musiker, die ihr Instrument täglich und unheimlich intensiv benutzen, ergänzt Sader.

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