Plön : Silke Eckeberg führt die Hospizinitiative Plön weiter

Silke Eckeberg (rechts) bleibt für weitere drei Jahre Vorsitzende der Hospizinitiative Plön. Wahlleiterin und ehemaliges Vorstandsmitglied Dr. Friedrun Jäde gratuliert.
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Silke Eckeberg (rechts) bleibt für weitere drei Jahre Vorsitzende der Hospizinitiative Plön. Wahlleiterin und ehemaliges Vorstandsmitglied Dr. Friedrun Jäde gratuliert.

Die Plöner Hospiz-Initiative startet mit mehreren neuen Projekten ins das neuen Jahr.

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02. Februar 2018, 11:35 Uhr

Hospizzimmer, Homepage, Trauerbegleiterausbildung, Frühstück für Trauernde: Die Plöner Hospiz-Initiative startet mit mehreren neuen Projekten ins das neuen Jahr. Bei der Jahresversammlung setzten die 27 Anwesenden von 114 Mitgliedern indes auf Bewährtes.

Sie wählten Silke Eckeberg zum dritten Mal in Folge für drei Jahre zur Vorsitzenden. Neu im Amt als 2. Vorsitzende ist Dr. Antonia Komischke. Die 47-jährige Ärztin und Mutter eines Sohnes kommt aus Wittmoldt und folgt auf Dr. Detlef Drenckhahn, der den Posten aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellte. Im Amt bestätigt wurden auch die 3. Vorsitzende Sonja Lüthje und Pressewartin Erika Weber.

„Schweigen aushalten, ohne sprachlos zu werden, die Stille aushalten. Danke, dass Sie dies immer wieder tun. Ich wünsche Ihnen Kraft für Ihre Arbeit“, dankte Pastor Ulrich Gradert zu Beginn der Versammlung in seinem Grußwort dem Verein für sein Engagement. In 2017 begleiteten die 20 Aktiven 17 inzwischen Verstorbene und 30 Trauernde und nahmen an Fortbildungen teil.

Der rührige Verein organisierte Vorträge, Seminare und Themenabende und stellte sich und seine Arbeit bei Veranstaltungen und in Einrichtungen vor. „Es ist gut, sich vorzustellen. Viele sind erstaunt, was wir machen, wissen über unsere Arbeit nicht richtig Bescheid“, hat Eckeberg dabei erfahren.
2017 erhielt die Initiative rund 20 000 Euro an Spenden.

Knapp 10 000 Euro investiert der Verein in die Einrichtung eines Hospizzimmers im Seniorenzentrum Marienhof in Ascheberg. Angeschafft wurden ein Bett mit einer besonderen Matratze, ein Sessel, eine Schlafcouch für Angehörige und Jalousien für ein Fenster. Daneben erwarb der Vorstand eine Kantele für 815 Euro. Mit dem finnischen Zupfinstrument möchte sich zunächst Erika Weber vertraut machen. Geplant sei, die meditativen Klänge bei Begleitungen und Veranstaltungen einzusetzen und es allen Aktiven nutzbar zu machen.

1000 Euro kostete der Kauf eines Laptops samt Drucker. Um die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern, sei eine Homepage im Aufbau. Das werde etwa 5000 Euro kosten. Über zwei Jahre 2018 (6000 Euro) und 2019 (7000 Euro) läuft die Ausbildung eines Mitglieds zur Trauerbegleitung und die einer weiteren Person zur Koordinatorin mit Besuch eines Palliativ-Care-Kursus. Vorgesehen sei ebenfalls eine Fortbildung für die Begleiter zum Thema Demenz in der Sterbebegleitung.

Informationen unter Telefon 04522/500303 und nach E-Mail an: ploenerhospiz@t-online.de Die Trauerbegleitung bieten die Hospizinitiativen Eutin und Plön gemeinsam an: Tel. 04521/401882.

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