"Ostseegericht" : Silbermedaille für Eutiner Köche

38 Köche gaben 5700 Portionen an 750 Gäste und eine Jury aus.
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38 Köche gaben 5700 Portionen an 750 Gäste und eine Jury aus.

Das Team des Hotels und Restaurants "Redderkrug" gehört in Travemünde zu den drei Siegern des Landesentscheids "Ostseegericht".

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06. April 2011, 11:05 Uhr

Travemünde/Eutin | Sie strahlten, als hätten sie die Goldmedaille gewonnen: Andreas Maaßen und Rene Hoffmann vom Eutiner Hotel und Restaurant "Redderkrug" gehörten Montagabend zu Teilnehmern, die mit dem Ausgang des "Ostsee-Gerichtes 2011" im Maritim-Hotel sichtbar hoch zufrieden waren: "Das ist das erste Mal, dass wir in Travemünde teilnehmen, und landen gleich auf Patz zwei", jubelte Maaßen, der gemeinsam mit Rene Hoffmann das Gericht "Mohnblume im Rapsfeld" für rund 750 Gäste präsentiert hatte.

Gold ging dieses Jahr an den Hausherren: Mit "Dorsch auf Ostseekurs", einem Dorschfilet auf krosser Haut an Merrettichschaum, Wurzelallerlei und Dillkartoffeln siegten Jimmy Schneider und Jan Phillip Steidel vom "Maritim Strand-Hotel" Travemünde bei der Endausscheidung des Ostseegerichtes.

Als drittes Team, die von Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium des Landes, bekannt gegeben worden waren, standen Heiko Bauer und Andreas Eiden vom Restaurant "Hof Sierksdorf" auf dem Siegertreppchen: "Ostsee voraus" brachte ihnen die Bronzemedaille.

19 Kochteams waren zur Endausscheidung nach Travemünde gereist, 5700 Probierportionen wurden ausgegeben. In den Vorrunden auf Ortsverbandsebene hatten sich die Küchenchefs qualifiziert. Am Ende wurden in Travemünde alle Teilnehmer mit Urkunden und Präsenten ausgezeichnet.

"Die Jury hat jedes Gericht ganz genau in Augenschein genommen, ,zerpflückt und probiert", versicherte der Leiter der neunköpfigen Fachjury, Uwe Langbehn, vor Journalisten. Zu den Bewertungskriterien zählten die Originalität und farbliche Zusammensetzung, der Geschmack, die Anrichtweise und das Preis-Leistungsverhältnis. Dabei war für das Tellergericht vorgegeben, dass die Zutaten zu 80 Prozent aus regionalen oder landestypischen Produkten besteht, die Fleisch- oder Fischportionen 180 Gramm betragen und das Gericht einen einprägsamen Namen haben muss.

"Das war fast so gut wie bei meiner Mutter", kommentierte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager seinen Favoriten "Schwein mit Durchblick". Die kulinarische Idee eines mit Backpflaumen gefüllten Schweinefilets im Speckmantel mit Senfsoße, Rahmwirsing, Kartoffelpüree und Karottennudeln hatte das Kochteam der Beruflichen Schulen in Neustadt nach Travemünde gebracht. Die Schule stellte an diesem Abend mit Lehrlingen des Hotel- und Restaurantfachs auch die Service-Kräfte.

Publikum-Sieger wurde das einzige Team aus Dänemark, das mit einer Kalbskeule an einer Zigarrensoße und Wurzelgemüse die Feinschmecker-Gäste betörte. Zu den ausgefallenen und äußerst schmackhaften Kreationen zählten auch Rindfleischstreifen in einer Schokoladen-Holunderbeer-Essig-Soße sowie ein warmes Roastbeef auf Waldmeister-Marzipan-Soße mit Waldpilzen.

"Der Kochwettbewerb hat sich zu einem idealen Werbeträger entwickelt". Darin waren sich Katja Lauritzen und Volker Owerien, Geschäftsführerin und Vorsitzender des Ostsee-Holstein-Tourismus, einig.

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