Geplanter Wiederaufbau : Sierksdorf: Neue Hoffnung für das Bananenmuseum

Museumsdirektor Bernhard Stellmacher steht vor den Trümmern seines Lebenswerks und will es wieder aufbauen.
Museumsdirektor Bernhard Stellmacher steht vor den Trümmern seines Lebenswerks und will es wieder aufbauen.

Bernhard Stellmacher schöpft nach Großbrand neuen Mut. Die Gemeinde Sierksdorf richtet ein Spendenkonto ein.

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30. November 2018, 17:34 Uhr

Es scheint doch noch Hoffnung für das Bananenmuseum von Bernhard Stellmacher alias Stelli Banana zu geben: Der 77-Jährige hat nach dem Großbrand eine große Welle der Solidarität erfahren dürfen. „Eine konkrete Maßnahme zur Unterstützung kommt von der Gemeinde Sierksdorf. Diese hat ein offizielles Spendenkonto eingerichtet, um den Wiederaufbau dieses weltweit einzigartigen Museums zu fördern“, sagte Stellmacher gestern.

In der Nacht zum 26. November war ein Feuer aus ungeklärter Ursache an einem Anbau des Museums ausgebrochen. Mehrere Feuerwehren aus der Region waren ab 2.09 Uhr im Einsatz. Erst gegen 8 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet (wir berichteten). Die Brandursache sei Stellmacher ein Rätsel. Die Ermittlungen der Kripo laufen noch.

Trotz des Großeinsatzes der Feuerwehr: Die mehr als 100 Einsatzkräfte konnten Schaden vom Museum und Wohnhaus nicht abwenden. Dass ihm und Hund „Bruno“ nichts passiert ist, „grenzt an ein Wunder“, sagte Stellmacher, der seit dem Brand bei seinem Bruder in Rettin Unterschlupf gefunden hat.

Gestern konnte der 77-Jährige erstmals wieder in sein Haus; der Brandort selbst ist weiterhin von den Ermittlern gesperrt. „Nach wie vor sind wir dabei, uns einen Überblick zu verschaffen – nur so viel steht jetzt schon fest: Der Schaden ist groß“, sagte Stellmacher. Das Löschwasser stehe im Kellergeschoss – also im Museum – „wie in einem Schwimmbecken“, zudem sei das Haus ohne Strom, schilderte der Witwer seine Eindrücke von der Begehung. Hinzu kommt: Alles war nicht versichert. „So etwas ließ sich auch nicht versichern“, ergänzte Stellmachers Sohn Paul.

„Es gibt nur einen Blick: den nach vorn“, sagte Stellmacher gestern. Neue Hoffnung schöpfe er auch aus „der Welle der Solidarität“, die ihm entgegenschlug. „Beeindruckt und gerührt“ zeigten sich Vater und Sohn gestern davon, dass ihnen nicht nur seit der Brandnacht allerorts tatkräftige Unterstützung zugesagt werde, sondern auch, dass bereits
bis gestern Abend mehr als 1000 Euro über einen Aufruf im Internet gespendet wurden. Und es sollen noch mehr werden: Die Gemeinde hat ein Spendenkonto eingerichtet (siehe Infokasten). „Und Stellmacher benötigt sicherlich Räume zum Zwischenlagern“, sagte Sierksdorfs Bürgermeister Bernhard Markmann.

„Der Zuspruch ermuntert“, sagte Stellmacher, der jedem Unterstützer in besonderer Form danken möchte: Dazu plant er bereits eine Bananenskulptur, auf der die Namen aller Spender verewigt werden sollen. Wenn das Museum wieder eröffnet.

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