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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 13:18 Uhr

Sieger mit Insulinpumpe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Olympische Distanz: Andreas Petz siegt nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Rad fahren und zehn Kilometern Laufen

Für den Dänen Andreas Petz ist die Olympische Distanz beim Triathlon quasi ein Klacks. Seine nächsten sportlichen Ziele hat sich der dänische Meister im Sprinttriathlon und Europameister von 2014 deutlich weiter gesteckt. „Am 14. August will ich in Wiesbaden über die halbe Iron-Man-Distanz starten und am 24. September geht es auf Mallorca ebenfalls über diese Distanz“, hat sich Andreas Petz vorgenommen.

Er habe in Eutin seine Form getestet, sagte der Sieger. Er startet für das Team Novo Nordisk, das sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit Diabetes zu ermutigen. „Aktiv sein ist Teil der Behandlung“, sagt Andreas Petz, der während des Wettkampfes mit einer Insulinpumpe laufend eingestellt wird. Er arbeitet eng mit seinem Arzt zusammen. „Man kann nie erwarten, dass man gewinnt“, stellte er nach der Siegerehrung fest. Er habe sich einen Vorsprung herausgeschwommen. „Auf dem Rad habe ich abgewartet, ob mir jemand näher kommt, und das Laufen ging ganz schön“, sagte Andreas Petz. Nach 2:02:18 Stunden lief er ins Ziel. Er kennt den Rosenstadt-Triathlon aus vergangen Jahren, er sei vor vier, fünf oder sechs Jahren schon einmal am Start gewesen: „Ich bin damals irgendwo in den Top Drei gelandet.“

Den zweiten Platz belegte Benjamin Dicke vom Pro Enzym Tri Team mit gut zweieinhalb Minuten Rückstand. Dritter wurde Jarit Lötz vom TV Goch weitere 6:49 Minuten zurück vor Patrick Hagedorn vom USC Kiel, der noch einmal 5:27 Minuten Rückstand hatte.

Übersichtlich war die Konkurrenz der Frauen über die Olympische Distanz. „Meine Zeit ist schlechter als im vergangenen Jahr, als ich Zweite geworden bin“, sagte Siegerin Monika Gebauer aus Kaltenkirchen, die für das Team Erdinger startete. Sie attackierte ihre härteste Konkurrentin, Britta Thea Neumann vom VfL Oldesloe, erst auf der zweiten Laufrunde. „Damit habe ich die Entscheidung eingeleitet.“ Sie meinte, dass für sie die kürzeren Strecken schwieriger seien, auf dr längeren Distanz könne sie ihre Stärken besser ausspielen. Ihre ersten Triathlonerfahrungen sammelte Monika Gebauer im Jahr 2002 beim ersten Hamburg-Triathlon. Einen entscheidenden Schritt unternahm sie vor vier Jahren. „Da habe ich einen Kraulkurs absolviert – und schon läuft es beim Schwimmen viel besser.“

Sie nimmt regelmäßig an Wettkämpfen teil. Im laufenden Jahr habe sie vier Mal die Olympische Distanz bewältigt. „Fünf Triathlons kommen noch“, sagte sie, als sie kurz nachgezählt hatte. Sie gehört zum Hamburger Landesligateam: „Mein nächster Wettkampf ist in der Liga in der nächsten Woche in Schwerin.“

Im Eutiner Klassement wurde Britta Thea Neumann Dritte vor Myriam Ribcke vom LTV Kiel-Ost und Karolin von Korn aus Hamburg.

PSV-Abteilungsleiterin Thelse Schilling freute sich, dass der 22. Rosenstadt-Triathlon ohne große Probleme lief. Sie habe von allen Seiten Komplimente bekommen, weil die Helferinnen und Helfer so höflich gewesen seien. Ihr besonderer Dank galt den Frühaufstehern: „Der Bauhof war seit 4.30 Uhr im Einsatz, damit die Absperrungen für den Verkehr rechtzeitig fertig gestellt waren“, sagte Thelse Schilling nach dem letzten Wettbewerb des anstrengenden Tages.

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erstellt am 19.Jun.2016 | 22:45 Uhr

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