Sieger mit freiem Oberkörper

Die Läuferinnen und Läufer nahmen die 10,7-Kilometer-Strecke in Hutzfeld bei sommerlichen Temperaturen in Angriff.
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Die Läuferinnen und Läufer nahmen die 10,7-Kilometer-Strecke in Hutzfeld bei sommerlichen Temperaturen in Angriff.

18. Bosauer Volkslauf bei sommerlichen Temperaturen / Benjamin Reuter kommt über 10,7 Kilometer nach 38:41 Minuten ins Ziel

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22. Mai 2018, 21:16 Uhr

Benjamin Reuter wusste schon vor dem Startschuss, dass es auf der 10,7-Kilometer-Strecke heiß werden würde. Er schleuderte kurzerhand sein Trikot beiseite und lief mit freiem Oberkörper. Letztlich lief der Langläufer von der SG Athletico Büdelsdorf mit 38:41 Minuten beim 18. Bosauer Volkslauf die schnellste Zeit über die lange Strecke. „In diesem Jahr haben wir mit dem Wetter Glück“, berichtet Chef-Organisator Andreas Köster, der sich am Pfingstsonntag über die stattliche Zahl von 150 Startern – darunter 40 Kinder – über die verschiedenen Strecken freute.

Die Kinder sammelten bei Sonnenschein auf der 800-Meter-Strecke ihre ersten Wettkampferfahrungen, darunter auch Sina und Pia Groen. Die erfahreneren Läuferinnen und Läufer gingen über fünf Kilometer oder 10,7 Kilometer an den Start. Die Fünf-Kilometer-Strecke bewältigten 52 Teilnehmer. Als Erster kam Uwe Schimkus von der LG Neumünster nach 16:53 Minuten ins Ziel, Zweiter wurde Jurek Hegemann vom MTV Nienburg in 17:16 vor Lars Hampel in 17:25 Minuten. Die schnellsten Läuferinnen waren Sarah Dose vom USC Kiel in 19:32 und Fanny Riese von der Laufgruppe Schwerin mit 20:24 Minuten, beide starteten in der Altersklasse W16. Dritte wurde Astrid Torff vom LAC Lübeck in 21:30 Minuten.

Für Furore sorgte einer der jüngsten Läufer: Laszlo Bjarne Broda vom Radsportteam Malente mischte in der Spitzengruppe mit und kam mit der viertschnellsten Zeit aller Läufer nach 18:57 Minuten ins Ziel. Ältester Athlet war hier Robert Juskowiak aus Malente, der in der Altersklasse M80 die 5000 Meter in 39:18 Minuten absolvierte.

Über 10,7 Kilometer wurde Norbert Schneider von den Bunert Rhein-Berg-Runners aus Siegburg mit 40:15 Minuten Zweiter vor Walther Hinrichs vom „Elbe-Lübeck-Kanal Ultra Marathon“ mit 41:01 Minuten. Schnellste Frau war hier Claudia Radßuweit (Laufen in Lübeck) mit 46:28 Minuten vor Diana Mull vom TSV Bornhöved in 47:06 und Angelika Eggert von den Küstenläufern in 48:13 Minuten. Einer der ältesten Starter war der 80-jährige Fokke Kramer vom Bosauer SV, der die Strecke mit 51:14 Minuten, das war die zwölftschnellste Zeit des Tages, absolvierte.

10,7-Kilometer-Sieger Benjamin Reuter startete zum ersten Mal beim Pfingstlauf in Hutzfeld: „Ich war hier noch nie. Die Strecke ist schön und ein bisschen hügelig, aber ich komme aus Segeberg, ich bin das gewohnt.“ Er ist Ausdauerläufer der Liebe wegen, trainiert nahezu täglich. Seine Motivation: Seine Freundin Jessika Ehlers lief beim Hamburg-Marathon in diesem Jahr mit 2:46,29 Stunden bei den Frauen die elftschnellste Zeit.

Vielleicht geht Benjamin Reuter auch 2019 an den Start. „Wir haben den Pfingstlauf in diesem Jahr zum 18. Mal veranstaltet und haben ein gut eingespieltes Team“, sagt Peter Knuth, der im Organisationsteam ein Mann der ersten Stunde ist. Es gelte die Regel, dass es bei gutem Wetter auch eine gute Beteiligung gebe. „Entscheidend ist die Wettervorhersage drei Tage vorher“, weiß Andreas Köster.

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