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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 13:02 Uhr

Eishockey : Sieg mit Emotionen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Beach Boys“ setzen sich nach hart umkämpftem Spiel mit 4:2 Toren gegen den Rostocker EC durch.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2014 | 12:06 Uhr

In einer intensiven und emotionalen Partie gewann Eishockey-Oberligist EHC Timmendorf vor 839 Zuschauern mit 4:2(2:0, 0:1, 2:1) gegen den Rostocker EC. Herausragende Akteure bei den Gastgebern waren neben Goalie Jan-Niklas Gebert Patrick Saggau und der dreifache Torschütze Kenneth Schnabel, die an allen Treffern beteiligt waren.

In den ersten zehn Minuten deutete noch nichts auf einen Sieg der „Beach Boys“ hin. Die Rostocker Piranhas traten ganz im Stil einer Spitzenmannschaft auf und kreierten einige zwingende Chancen. Nicht nur in dieser Phase hielt der Timmendorfer Torwart Gebert sein Team im Spiel. So fiel der Führungstreffer für die Gastgeber in der 14. Minute etwas überraschend. Patrick Saggau hatte für seinen Halbbruder Kenneth Schnabel aufgelegt. In der 19. Minute kassierten die Rostocker die erste Spieldauerstrafe wegen eines Stockchecks. Während diese Strafe korrekt war, war Schiedsrichter Jörg Edler aus Osterode zuvor durch eine Reihe fragwürdiger Entscheidungen aufgefallen. Noch vor der ersten Pause erhöhten die Timmendorfer auf 2:0. Wieder hatte Patrick Saggau für Kenneth Schnabel vorbereitet.

Die Timmendorfer begannen das zweite Drittel in Überzahl. Doch statt den Vorsprung auszubauen, verkürzte Rostock durch einen Shorthander auf 2:1. Kurz darauf musste erneut ein Rostocker wegen hohen Stocks unter die Dusche. Doch wieder nutzten die Timmendorfer die numerische Überzahl trotz eines Schussverhältnisses von 16:5 nicht aus.

Zu Beginn des letzten Abschnittes traf erneut Schnabel zum 3:1. Wenig später musste wegen eines Ellenbogenchecks mit Vojtech Suchomer auch ein Timmendorfer vorzeitig vom Eis. In der fünfminütigen Unterzahl nutzten die Gastgeber einen Konter zum 4:1. Diesmal setzte Schnabel Saggau in Szene, der konsequent vollendete. Rostock drückte danach, doch die Timmendorfer Defensive stand sicher und ließ in der 50. Minute nur einen Treffer bei eigener Unterzahl zu.

In den restlichen zehn Minuten brachten die Gastgeber den Vorsprung trotz einiger Chancen auf beiden Seiten über die Zeit. De Schiedsrichter verhängte gegen Timmendorf zwölf Strafen mit 45 Minuten, während es gegen Rostock sogar 66 Minuten gab. Viele dieser Strafen kamen nur zustande, weil Edler durch fragwürdige Entscheidungen Hektik in die Partie brachte.

Für Thorben Saggau war die Begegnung vorzeitig beendet. Nachdem er zuvor mehrfach übel gefoult worden war, bekam er im zweiten Drittel einen Schuss von Marcus Klupp an die bereits lädierte Stelle. Er musste vom Eis getragen werden und wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht.

„Bis auf die ersten Minuten haben wir super gegen einen starken Gegner gespielt. Schade, dass wir im zweiten Drittel unsere Überzahl nicht genutzt haben. Dann wäre mehr Ruhe ins Spiel gekommen. So blieb viel Emotion im Spiel, zumal die vielen Strafzeiten viel Energie gekostet hat. Insgesamt ein verdienter Sieg“, fasste Trainer Henry Thom zusammen.

 

 

 

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