Sieben Zentner Karpfen verkauft

Peter Kock, Siegfried Stoll und Martin Ausborn (v.l.) nahmen die Fische aus und zerlegten sie auf Wunsch küchenfertig.
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Peter Kock, Siegfried Stoll und Martin Ausborn (v.l.) nahmen die Fische aus und zerlegten sie auf Wunsch küchenfertig.

Traditionelles Abfischen in Kasseedorf: Dieses Jahr kamen auffallend viele Kunden, die nicht leer ausgehen wollten, sehr früh

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24. November 2013, 19:05 Uhr

Karpfen frisch aus dem Mühlenteich gelten über die Gemeindegrenzen hinaus als Delikatesse. Nachdem im vergangenen Jahr die letzten Kunden leer ausgingen, fanden sich diesmal die ersten am Sonnabend schon vor dem offiziellen Start des Abfischens am Bauhof ein; darunter auch Stammkunden, die vor einem Jahr ohne Karpfen die Heimreise antreten mussten.

Der geballte Ansturm sorgte jedoch für kleine Hindernisse. Wer endlich einen Stellplatz für das Auto gefunden hatte, fand sich in einer langen Schlange vor den Bassins in der Halle des Bauhofes wieder. Der Nachschub, für den Volker Dose mit seinem Traktor sorgte, stockte immer wieder.

Der Andrang war größer als in den zurückliegenden Jahren. Das war zumindest der Eindruck von Günther Maaß, Regina Voß und Christian Stahl, die an der Waage standen. Mehr als sieben Zentner Fisch gingen am Sonnabend durch ihre Hände.

Den deutlich schmutzigeren Job hatten die Helfer um Familie Lembke, die Pächter des Mühlenteiches. Sie fischten unter den Augen zahlreicher Zuschauer am Wehr die begehrten Karpfen aus dem Wasser. Das größte Exemplar wog 7,8 Kilogramm.

Mit sechs Zentnern Jungkarpfen hatte die Gemeinde den Mühlenteich besetzen lassen. Die Schwergewichte, die Karl Witt und Jens-Uwe Kloth mit Keschern vom Anhänger in die Verkaufsbassins umsetzten, waren das Ergebnis der schlechten Ausbeute im vergangenen Jahr, als nicht alle Karpfen abgefischt werden konnten.

So standen zwei Karpfengenerationen zum Verkauf, die auf Wunsch unter den Händen von Siegfried Stoll, Martin Ausborn und Peter Kock an Ort und Stelle zerlegt wurden. Die meisten Besucher verbanden ihren Einkauf unterdes mit einem kleinen Schnack bei Glühwein aus den Kesseln der Kyffhäuser-Kameradschaft. Zum Abschluss stellte Günther Maaß zufreiden fest, dass kein Kunde ohne Fisch nach Hause gegangen sei.

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