zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 12:17 Uhr

Sicherheit für die Wehren geht vor

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jahrestreff der Gemeindewehr Malente: Andree Bendrich und Niko Doll zu Stellvertretern von Gemeindewehrführer Bernd Penter gewählt

von
erstellt am 06.Apr.2014 | 12:40 Uhr

Die Gemeindefeuerwehr Malente kann jetzt auf ein Trio an der Spitze bauen. Bei der Jahresversammlung Freitagabend im Speisesaal der Mühlenberg-Klinik, zu der sich insgesamt 129 stimmberechtigte Aktive eingefunden hatten, wurden mit Niko Doll (44, Ortswehr Bad Malente-Gremsmühlen) und Andree Bendrich (52, Ortswehr Kreuzfeld) erstmals zwei Stellvertreter zur Unterstützung des Gemeindewehrführers Bernd Penter gewählt.

Der Feuerwehrausschuss der Gemeindevertretung hatte in der vergangenen Woche für die Wahl eines zweiten Stellvertreters seine Zustimmung gegeben. Der bisher einzige Stellvertreter, Thorsten Rosplesch, stand nach sechs Jahren nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung.. Bei den geheimen Wahlen erhielt Doll 109 Stimmen, während für Bendrich 97 Aktive votierten. Einstimmig wurde Heike Hiller (FF Malente) als Kassenwartin bestätigt.

In seinem Bericht ging Penter auch auf die aktuelle Diskussion um den Feuerwehrbedarfsplan ein. Dessen Fortschreibung bedürfe noch mehr Sorgfalt, da dieser dauerhaft Bestand haben werde und zukünftig nicht mehr jährlich aktualisiert werde, betonte er. „Die Sicherheit für diejenigen, die Sicherheit herstellen sollen, muss gegeben sein“, konstatierte Penter. Und kündigte an, dass er sich weiter unnachgiebig zu Wort melden werde, wenn es um die Betrachtung der Feuerwehrhäuser oder die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen gehe. „Das erforderliche Equipment und die Ausrüstung müssen in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Da haben wir noch einen weiten Weg vor uns“, unterstrich Penter.

Im Zusammenhang mit den Problemen bei der Wasserversorgung über Löschteiche wie aktuell in Benz (der OHA berichtete) forderte Penter, für die Bereich Neversfelde, Drögendiek, Gut Rachut und Dweerbek über Alternativen nachzudenken. Dort mangele es im Notfall an einer entsprechenden Wasserversorgung.

Bürgermeister Michael Koch bescheinigte den Ortswehren, schon längst zu einer universellen Task-Force geworden zu sein. Einsatztechnisch gebe es eine ausgezeichnete Bilanz. „Nur in der „Dialogstrategie hat es den einen oder anderen Fehlalarm gegeben. Das sollten alle Beteiligten in Zukunft vermeiden“, sagte Koch mit Blick auf jüngste Missstimmungen zwischen Gemeinde und Wehrführung.

Der Feuerwehrbedarfsplan sei von der Gemeindefeuerwehr, der Verwaltung und der Politik gemeinsam aufzustellen, betonte Koch. „Ein unschlüssiger oder gar fehlerhaften Plan kann für die Gemeinde nicht nur finanziell negative Konsequenzen haben, sondern in einem Haftungsfall auch zu einem Risiko werden“, gab er zu bedenken. Die kommunale Finanznot zwinge dazu, kreativ Wege zu einer mittelschonenden Steigerung der Effektivität und Attraktivität der Gemeindewehr zu suchen. Dabei warnte Koch vor einem Konkurrenzkampf zwischen den Ortswehren. Der Arbeitsgruppe zur Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans komme eine verantwortungsvolle Aufgabe zu, die sie ohne Zeitdruck erledigen solle.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen