Sibstin: Gülle darf bis Mai eingelagert werden

Gülle darf in den Behältern bis Ende Mai gelagert werden. Die Biogasanlage ist weiterhin stillgelegt.
Gülle darf in den Behältern bis Ende Mai gelagert werden. Die Biogasanlage ist weiterhin stillgelegt.

shz.de von
10. Januar 2018, 00:55 Uhr

Die drei Tanks der stillgelegten Biogasanlage in Sibstin können für die Lagerung von Gülle genutzt werden. Dies ergab eine Prüfung durch Mitarbeiter der Umweltpolizei, des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) sowie des Kreises Ostholstein, bei der sowohl Eigentümer, Pächter und Landwirt anwesend waren. „Wir haben am Montagmittag nach der Prüfung die Lagerhaltung in den Töpfen nach Havarie-Erlass genehmigt“, sagte Nils Hollerbach, zuständiger Fachbereichsleiter des Kreises Ostholstein, gestern auf Nachfrage. Die Tanks wurden für tragfähig befunden. Die Erlaubnis für die Gülle-Lagerung gelte bis Ende Mai, so Hollerbach. Auflagen wie die Absicherung der Anlage zum Schutze der Menschen von der Straßenseite aus seien erfolgt, die Schieber vor Frost geschützt. Auch die Kettensicherung mit einem Schloss der sogenannten Schieber zu den jeweiligen Tanks sei nochmals vor Ort betont worden, sagte Hollerbach.

Ob an dem besagten Behälter, der in der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember aufgedreht wurde und auslief, ebenfalls eine Kette war, die Unbefugte mutwillig zerstörten, ist derzeit Teil der Ermittlungsarbeit der Polizei. Rund 680 Kubikmeter Gülle waren wegen des geöffneten Schiebers auf die angrenzenden Grünflächen und das FFH-Gebiet „Kremper Wiesen“ gelaufen (wir berichteten).

Der Kreis Ostholstein hat in diesem Fall die Aufsichtsfunktion und wird laut Hollerbach regelmäßige Kontrollen unternehmen. Sollte der Betrieb der vor mehr als drei Jahren stillgelegten Biogasanlage wieder aufgenommen werden, wäre das LLUR die zuständige Genehmigungsbehörde, die dann unter neuen gesichtspunkten die mehr als zehn Jahre alte Anlage prüfen müsste.

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