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Ostholsteiner Anzeiger

26. September 2017 | 14:56 Uhr

SH-Auswahl gewinnt Länderpokal

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

U14-Fußballerinnen setzen sich beim Sichtungsturnier des Deutschen Fußball Bundes in Duisburg-Wedau ohne Niederlage durch

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2016 | 22:45 Uhr

Die Nachwuchsarbeit im Mädchenfußball zahlt sich aus. Während männliche Fußballer aus Schleswig-Holstein bei Turnieren des Deutschen Fußball Bundes meistens eher im Mittelfeld der Abschlusstabellen rangieren, ist den U14-Fußballerinnen in Duisburg-Wedau der große Coup gelungen. Das Team des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) um Trainer Dieter Bollow feierte den Sieg beim Länderpokal.

„Ein Traum wurde für 16 tolle Mädchen, Trainer, Trainerin und Physiotherapeut wahr. Die jahrelange gute Mädchen-Talentförderung in unseren Fußballkreisen, SHFV- und DFB- Stützpunkten sowie Auswahlmaßnahmen ab der U11 hat sich nach der 2014 gewonnenen U14-Vizemeisterschaft mehr als bewährt“, sagte Dieter Bollow.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Die U14-Fußballerinnen sind in der Halle und auf dem Rasen jweils norddeutsche Meister geworden. In Duisburg gelangen dem SHFV-Team drei Siege gegen die Verbände aus Sachsen, Niederrhein und den Niederlanden, dazu kommt ein Unentschieden gegen den Verband aus Brandenburg. In der Endabrechnung ergab das zehn Punkte und 7:2 Tore. Zweite wurden die Fußballerinnen aus Holland.

Gegen Sachsen kamen die Schleswig-Holsteinerinnen schwer ins Spiel. Doch dann erarbeitete sich das Team, immer wieder angetrieben von der überragenden Spielmacherin Livinia Seifert, Mittelfeldmotor Friederike Nagorny und der fleißigen Aileen Tobiesen Chancen durch Jette Zimmer, Svenja Paulsen und Elmira Demiri, die nach einem Alleingang auch das einzige Tor der Partie erzielte (38.).

Gegen den Niederrhein gingen die Norddeutschen selbstbewusst zur Sache, gerieten aber auch unter Druck. „Gut das unsere junge Torhüterin Anneke Klaas einige Bälle hervorragend halten konnte“, sagte Dieter Bollow zu diesem Spiel. Mit ihrem Treffer gelang Mannschaftsführerin Friederike Nagorny das 1:0 (23.). Das 2:0 markierte Livinia Seifert nach einem Alleingang und Linksschuss aus 16 Metern in den Winkel (33.). Elmira Demiri luchste der verdutzten Torhüterin den Ball ab und erhöhte zum 3:0-Endstand (40.). Im dritten Spiel ging es gegen den Verband aus Brandenburg, der vorher 3:1 gegen Südbaden und 1:0 gegen Bayern gewonnen hatte. Die SHFV-Auswahl setzte auf Offensive – und wurde zunächst zum 0:1 ausgekontert. Das Team von Trainer Dieter Bollow behielt die Mrschroute bei, erhöhte den Druck und glich durch Elmira Demiri zum 1:1 aus (20.). Die zweite Halbzeit sei zum offenen Schlagabtausch geworden, aber die Viererkette um Gloria Adigo, Leonie Wichmann, Beke Sterner und Emma Jensen habe sicher gestanden, Torhüterin Mailin Wichmann eine souveräne Leistung gezeigt, sagte Bollow. So blieb es beim 1:1.

Durch dieses Unentschieden kam es am letzten Spieltag zum Endspiel gegen die holländische Mannschaft „KNVB opleidingsteam U14“, die bis dahin ihre Spiele souverän gewonnen hatte und die Tabelle mit neun Punkten und 9:0 Toren anführte. Mit Lotte Gerau und Fine Mattern brachte Bollow frische Kräfte ins Spiel. Die Schleswig-Holsteinerinnen attackierten früh und nahmen die Zweikämpfe an. Livinia Seifert gelang nach einem Alleingang das frühe 1:0 (9.). Kurz darauf narrte Stürmerin Svenja Paulsen ihre Abwehrspielerin zog zum Tor und erzielte das vorentscheidende 2:0 (14.). Die Holländerinnen verkürzten auf 1:2 (32.), doch die SHFV-Auswahl brachte den Sieg über die Zeit. Durch das Unentschieden zwischen Mittelrhein und Brandenburg und den eigenen Sieg wurde die U14 Länderpokalsieger 2016.

Spielerinnen, Eltern, Betreuer und Trainer bejubelten den Erfolg, der Gewissheit wurde, als U15-Nationaltrainerin Bettina Wiegmann die Schale und die Medaillen überreichte. Livinia Seifert wurde unter dem Jubel ihrer Mannschaftskameradinnen zur besten Spielerin des Turniers mit einem Nationaltrikot geehrt. Mannschaftsführerin Friederike Nagorny, Livinia Seifert, Elmira Demiri, Svenja Paulsen und Mailin Wichmann wurden zu weiteren Maßnahmen des DFB eingeladen. Trainerin Sabine Jastrob, Physiotherapeut Michael Apsel und Verbandssportlehrer Dieter Bollow sind stolz auf das Team, zu dem die Spielerinnen Mailin und Leonie Wichmann (SG Trittau), Anneke Klaas (TSV Malente), Beke Sterner (TSV Friedrichsberg/Busdorf), Anna Ljuljic (SV Tungendorf), Emma Jensen (UF Eckernförde), Gloria Adigo (VfB Lübeck), Fine Mattern (SG Breitenburg), Friederike Nagorny (Preußen Reinfeld), Helen Bier (TSV Bargteheide), Jette Zimmer (Fortuna Glückstadt), Lotte Gerau (Büchen-Siebeneichen), Aileen Tobiesen (Rot-Weiß Niebüll), Svenja Paulsen (Vineta Audorf), Elmira Demiri (Spielvereinigung Eidertal Molfsee) und Livinia Seifert (SV Eichede) gehören.

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