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Seniorenausweis: Männer nicht mehr benachteiligt

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2014 | 16:36 Uhr

Mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist das so eine Sache. Besonders in den Führungsetagen von Unternehmen scheint das in Artikel 3 des Grundgesetzes verbriefte Recht noch nicht durchgesetzt zu sein, weshalb das Thema in regelmäßigen Abständen immer wieder auf der Tagesordnung landet.

So gut wie immer ist das weibliche Geschlecht dabei das benachteiligte. Anders stellt sich die Lage bislang beim Malenter Seniorenpass dar. Der wird nämlich an Frauen ab 60 Jahren ausgegeben, Männer müssen dagegen warten, bis sie 63 geworden sind. Das wollte ein Malenter Einwohner nicht länger hinnehmen. Er wandte sich an die Gemeinde. „Der Bürger fühlt sich als Mann benachteiligt“, erläuterte die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, Hedy Gudegast, im Sozialausschuss.

Die Gemeinde reagierte prompt: Der Seniorenpass wird künftig an Frauen und Männer ab 60 Jahren ausgegeben. Einstimmig erfolgte im Sozialausschuss diese Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung, die darüber am 19. Juni befinden wird. Die bisherige Regelung habe sich noch an den früheren Bestimmungen des Rentengesetzes orientiert, hieß es. Damals durften Frauen bereits mit 60, Männer erst mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Von einer Orientierung am Rentengesetz ist heute nicht mehr die Rede. Während die künftige Rente mit 67 für Frauen und Männer längst beschlossen ist, gelten sie in Malente schon ab 60 als Senioren.

Anspruch auf einen Seniorenpass haben künftig außerdem Malenter mit einer Behinderung von mindestens 50 Prozent sowie Bezieher von Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt. Nicht mehr ausdrücklich erwähnt werden Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Bezieher von Leistungen aus der Kriegsopferfürsorge. Sie sollen von der neuen Regelungen aber weiterhin erfasst werden.

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