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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 06:44 Uhr

Seltsame Regeln

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Facebook versteht sich als Plattform für freie Meinungsäußerungen – soweit so gut. Der Aufruf zur Waffengewalt gegen Asylbewerber verstößt deshalb nicht gegen die allgemeinen Standards des sozialen Netzwerks – auch keine anderen rechtsradikalen Drohungen. „Da müssen schon ganz konkret Menschenleben in Gefahr sein“, heißt es von offizieller Stelle. Dann frage ich mich doch, wie gefährlich sind nackte Brüste wohl für das gemeine Menschenleben, die der Konzern unverpixelt oft nach kurzer Zeit
zu löschen pflegt?

Das Messen mit zweierlei Maß ist an dieser Stelle mehr als unverständlich. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen vor Ort klare Kante zeigen gegen diejenigen, die glauben, mit ihren
Parolen oder Aufklebern wie „Deutschland den Deutschen“ punkten zu können. Die Menschen, die sich bei uns eine bessere Zukunft erhoffen, brauchen ein funktionierendes Konzept, um sich zurechtzufinden, die Sprache zu lernen und eine Perspektive zu haben.

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von
erstellt am 01.Sep.2015 | 16:01 Uhr

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