Selbstbewusster Gegner

Gegen den SV Todesfelde hat Eutin 08 viele Angriffe über den rechten Flügel vorgetragen, hier liefert sich Sebastian Witt (links) einen hakeligen Zweikampf mit dem Todesfelder Cedric Tim Szymczak .
Gegen den SV Todesfelde hat Eutin 08 viele Angriffe über den rechten Flügel vorgetragen, hier liefert sich Sebastian Witt (links) einen hakeligen Zweikampf mit dem Todesfelder Cedric Tim Szymczak .

Fußball-Oberliga Schleswig-Holstein: Eutin 08 spielt morgen um 15 Uhr beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm

shz.de von
24. August 2018, 22:48 Uhr

Trainer Lars Callsen ahnt, was ihn und die Fußballer von Eutin 08 am Sonntag ab 15 Uhr in der Oberliga Schleswig-Holstein erwartet: „Der SV Frisia 03 hat einen echten Lauf, die Mannschaft wird gegen uns ganz sicher selbstbewusst auftreten.“ In der Tat hat der SV Frisia 03 Risum-Lindholm mit drei Siegen aus vier Spielen und 8:6 Toren einen gelungenen Start hingelegt. Die Nordfriesen belegen zurzeit hinter dem Heider SV und Strand 08 in der Tabelle den dritten Platz. Dazu kommt, dass Eutin 08 von allen Gegnern als „Regionalliga-Absteiger“ bezeichnet wird, gegen den sie sich profilieren können. Dabei seien von der Regionalligamannschaft nur wenige Spieler übrig geblieben, stellt Callsen fest.

Auf Eutin 08 wartet eine der längsten Auswärtstouren der Saison. Die Entfernung nach Risum-Lindholm beträgt 164 Kilometer. Der SV Frisia 03 hat bisher nur beim TSV Lägerdorf verloren, beim TSB Flensburg, gegen den SC Weiche Flensburg 08 II und beim TSV Kropp setzten sich die Kicker aus Risum-Lindholm jeweils knapp durch. Eutin 08 steht nach vier Spielen mit fünf Punkten und 7:7 Toren auf dem zehnten Platz. Dabei hinterließen die Ostholsteiner einen besseren Eindruck, als das Punktekonto aussagt. Sowohl gegen den TSB Flensburg, als auch gegen den SV Todesfelde legten die Gastgeber einen beachtlichen Start hin, überzeugten mit Tempo und einer Spielidee. Allein die Torausbeute fiel angesichts der Überlegenheit zu dürftig aus. Erfreulich war dagegen das Spiel beim PSV Union Neumünster, das die Eutiner klar mit 4:0 (2:0) Toren für sich entschieden.

„Wir haben zuletzt gegen den SV Todesfelde mehr als eine halbe Stunde sehr gut gespielt und das Spiel bestimmt“, blickt Callsen auf den Dienstagabend zurück. Einziger Kritikpunkt ist die Torausbeute, die nach seinem Geschmack mit dem Treffer von Florian Härter zu gering ausgefallen ist. Dabei steckten die Eutiner die Belastung der englischen Woche gut weg, präsentierten sich körperlich und geistig frisch.

Die Fußballer aus Nordfriesland erwiesen sich bei Aufsteiger TSV Kropp als Muster an Effektivität. Sie nutzten ihre Chancen eiskalt und genießen den Platz im oberen Abschnitt der Tabelle. Trainer Uwe Petersen sprach von einem Arbeitssieg seines Teams und staunte: „Den Saisonstart mit neun Punkten aus vier Spielen – das haben wir nicht erwartet oder uns vorgestellt.“

Im Großen und Ganzen kann Trainer Lars Callsen morgen aus dem Vollen schöpfen. Es fehlt weiterhin Kevin Hübner, der das Lauftraining aufgenommen hat und – nach Einschätzung seines Trainers – am Montag oder Dienstag wieder anfangen kann, mit dem Ball zu arbeiten. Eine Schrecksekunde bescherte Torwart Nikolas Wulf den Eutinern, als er gegen den SV Todesfelde unglücklich auf den Arm fiel und sich eine schmerzvolle Verletzung am Ellenbogen zuzog. Ob er spielen kann, war gestern noch fraglich. Für ihn könnte Thorge Beuck einspringen, falls die Verletzung Wulfs Einsatz verhindert. Aufstiegstorwart Lennart Weidner macht weiter Fortschritte. Er hatte sich im April einen Teil-Kreuzbandriss zugezogen, der konservativ behandelt wird. Ein Einsatz am Sonntag käme für ihn jedoch mit Sicherheit zu früh.

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