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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 19:49 Uhr

Selbst das Butterfass ist schon digitalisiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft auf neuem Stand der Technik

von
erstellt am 24.Jul.2017 | 12:52 Uhr

Die Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft im Kneippheilbad kann in einem Atemzug mit USA und Japan genannt werden: In der Ausbildungseinrichtung des Molkereigewerbes steht seit ein paar Tagen eine digitalisierte Butterungsmaschine, von der bislang weltweit nur drei Exemplare gebaut wurden. Das berichtete stolz die Schulleiterin, Meike von Bergen, bei der jüngsten Entlassung von Milchtechnologen und Milchwirtschaftlichen Laboranten.

Van Bergen berichtete: „Die Maschine wurde erst letzte Woche geliefert. Sie wird in den nächsten Wochen angeschlossen und in Betrieb genommen. Fünf frischgebackene Milchtechnologen, die den abenteuerlichen Einbau miterlebt haben, dürfen nun zusätzlich von sich behaupten: ,Ich habe eine Butterungsmaschine getragen.‘  “

Die Schulleiterin schilderte die voranschreitende Digitalisierung des gesamten privaten und beruflichen Lebens. Aktuell blicke die Schule auf einen Anschluss an das Breitbandnetz. Zum Jahreswechsel würden mit einem deutlich schnelleren Internet neue Möglichkeiten eröffnet. Als das Bundesinstitut für Berufsbildung vergangenes Jahr ein Förderprogramm für die Digitalisierung in Überbetrieblichen Ausbildungsstätten aufgelegt habe, habe die Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft Malente die Chance ergriffen und eine digitalisierte Butterungsmaschine beantragt, was tatsächlich geklappt habe. „Von dieser neuen Butterungsmaschine wurden bis jetzt drei gebaut – eine für Japan, eine für Ohio und eine für Malente. In der Aufzählungsreihe fühlen wir uns ganz wohl.“

Mit Blick auf Absolventen sagte van Bergen: „Ihre Klassen M 14 und die L 14 sind mir in den drei Jahren wirklich sehr ans Herz gewachsen – ich habe sie scherzhaft immer mein ,Erstes Erstes Lehrjahr‘ genannt, weil sie der erste Jahrgang sind, den ich von Anfang an begleiten durfte. Und es erfüllt mich wirklich mit Stolz Sie heute hier vor mir zu sehen. Sie haben das alle klasse gemacht.“

Zu den Gratulanten von 17 Laboranten und 26 Milchtechnologen gehörten der Präsident der Landwirtschaftskammer, Claus Heller, Dr. Ursula Dolinga vom Bildungsministerium des Landes, Bürgermeisterin Tanja Röhnk, Rainer Andresen vom Verband der Milchwirtschaft sowie Lutz Kastka, Vorsitzender des Vereines Ehemaliger Schüler und Peter Lüschow von der Milcherzeugervereinigung. Einen Festvortrag hielt Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrieverbandes aus Berlin.

Für sehr gute und gute Leistungen wurden bei den Milchtechnologen Kristin Harrsen (Ausbildungsbetrieb in Niebüll) und Sören Burkhard Koß (Itzehoe) ausgezeichnet, bei den Laboranten Laura Kurch (Kiel) und Nina Lamp (Holtsee).



Absolventen Milchtechnologie: Fabian Berner, Malena Zornig (beide Breitenburger Milchzentrale, Itzehoe), Tasya Haak (Cremilk, Kappeln), Sebastian Friedrichsen und Henrik Holona (beide Danisco, Niebüll), Jannik, Eggert Langeloh, Regina Puzirevskaite, Laura Struck, Henrik Thurow (alle Deutsches Milchkontor, Nordhackstedt), Thimo Brandt (Hamfelder Hof, Mühlenrade), Meiko Sperling (Lactoprot, Kaltenkirchen), Danilo Billerbeck, Thorben Brinkmann, Patrick Siemers und Johanna Wichers (alle Meierei Barmstedt), Sarah Bartz, Pascal Ludat, Jan Hinrich Peters (alle Meiereigenossenschaft Holtsee-Ascheberg), Stella Antonia Farchmin und Alexander Scheffel (beide Meiereigenossenschaft Sarzbüttel), Yamile Nadine Gummelt (Osterhusumer Meierei, Witzwort) Thore Dau (Rohmilchkäserei Backensholz, Oster-Ohrstedt) und Kevin Rene Raupach (Sonac, Bad Bramstedt).

Milchwirtschaftliche Laboranten: Nadine Conring (Breitenburger Milchzentrale, Itzehoe), Alexandra Haack und Ann-Christin Möller (Cremilk, Kappeln), Stephanie Sönnichsen und Yvonne Todt (Danisco, Niebüll), Katharina Erdmann (Milchkontor, Hohenwestedt), Timo Hübner (Milchkontor, Nordhackstedt), Annelie Sarau und Barbara Wilpert (Lactoprot, Kaltenkirchen), sowie Jennifer Grundmann, Seval Güngör, Lena Niclausen, Catharina Peter, Nina Schmidtchen und Jascha Wienberg (alle Max-Rubner-Institut, Kiel).

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