Seit zehn Jahren im Bahnhof: Plöner Tourist-Info feiert Jubiläum

Der Einladung folgten Vertreter aus Vereinen, Politik und Verwaltung sowie die Alt-Bürgermeister Michael Koch, Jens Paustian, Martin Leonhardt und Ulf Demmin.
Der Einladung folgten Vertreter aus Vereinen, Politik und Verwaltung sowie die Alt-Bürgermeister Michael Koch, Jens Paustian, Martin Leonhardt und Ulf Demmin.

Die Plöner Tourist-Info feierte mit 40 Gästen ihr zehnjähriges Bestehen im renovierten Bahnhofsgebäude

shz.de von
09. Juni 2018, 19:22 Uhr

Mitten durch den Plöner Schlossgarten sollte die Bahntrasse verlaufen: So lautete der ursprüngliche Plan beim Bau der Eisenbahn in den 1850er-Jahren angesichts der problematischen Streckenführung aufgrund von Plöns Lage inmitten von Seen. Doch es kam glücklicherweise anders. Ein Damm wurde aufgeschüttet und der Plöner Bahnhof 1866 eröffnet – ein klassizistischer Putzbau, wie er damals üblich war.

Zum zehnjährigen Bestehen der Plöner Tourist-Info im renovierten Bahnhofsgebäude blickte Kreisdenkmalpflegerin Silke Hunzinger zurück in die Geschichte und brachte einige Fotos aus dem Fundus des Kreisarchivs mit. Etwa 40 Gäste waren der Einladung der Touristik-Chefin Caroline Backmann gefolgt, darunter mehrere Alt-Bürgermeister der Aktiv-Region, die vor elf Jahren den Umbau zur Hälfte finanziert hatte. Plöns Bürgermeister Lars Winter hieß die Gäste „im schönsten Bahnhof Deutschlands willkommen und formulierte mögliche Überschriften für das architektonische Kleinod: „Ein bisschen Kaiserzeit, ein bisschen Kleinstadtbahnhof, ein bisschen literarischer Schauplatz, ein bisschen Sanatorium und ganz viel Tourismus“, spielte er auf die inspirierende Wirkung der Stadt und des Bahnhofs auf Schriftsteller und Filmschaffende in der Vergangenheit an.

Winter ging auf die gelungene Verbindung von Denkmalschutz und neuartiger Nutzung, den Service und die moderne Infrastruktur der Tourist-Info ein, die auch Sitz der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz und Kulturknotenpunkt ist. „Der Service wird angenommen und kommt an.“

Gern würde man das Dachgeschoss noch ausbauen, um mehr Platz zu gewinnen. Der neue Außenanstrich soll bald folgen wie auch die Sanierung des Vordachs in Abstimmung mit der Bahn. Vorgesehen ist, die Kieler Woche abzuwarten und die Arbeiten in die Nachtstunden zu verlegen, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen.

Abschließend referierte Bente Grimm vom Kieler Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT). Das NIT erstellt aktuell ein Tourismusentwicklungskonzept für die Holsteinische Schweiz. Gäste hätten den Wunsch, einzutauchen in die Welt der Einheimischen, wollten sich online informieren, aber auch etwas in der Hand halten, empfahl Bente Grimm regionale Netzwerke zu Themen, Mobilitätsdrehscheiben, eine vernünftige digitale Infrastruktur und ein gemeinsames Ziel aller Akteure.

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