Hauptversammlung : Seit 65 Jahren Mitglied im Bosauer Sportverein

Horst Wulf-Schnabel freute sich über seinen Spielerpass vom Kieler Sportverein Holstein aus dem Jahre 1952. Foto: hls
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Horst Wulf-Schnabel freute sich über seinen Spielerpass vom Kieler Sportverein Holstein aus dem Jahre 1952. Foto: hls

Der Bosauer Sportverein (BSV) ist eine Institution in der Gemeinde Bosau - und das bereits seit vielen Jahren. Das zeigten auch die Ehrungen langjähriger Mitglieder.

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28. März 2011, 11:22 Uhr

Bosau | Mit 65 Jahren als Mitglied gehören zweifellos die Urgesteine Fritz Meyer und Hans Jung-Böhmker am längsten dem Bosauer SV an. Das würdigte die Damen-Spitze des Vereins, Edelgard Suikat und Bianca Tabbert, am Freitag auf der Jahresversammlung mit einer Ehrung.

Geehrt wurden von ihnen außerdem Bodo Albrecht (40 Jahre Mitglied), Peter von Lucke (55 Jahre), Alt-Tischtennisspieler Erich Kammer (60 Jahre) und Ernst-Heinrich Schumacher (60 Jahre). Mit einer bereits 30-jährigen Mitgliedschaft ist Helmut Krabbenhöft nur das "Küken" unter den Geehrten.

Bosaus Bürgervorsteher Alfred Jeske bedankte sich im Namen der Gemeinde für die gute Arbeit des BSV. Besondere Bedeutung sprach er dem Breitensport zu. Es stimmt: 17 Sparten gibt es im BSV. Allein drei davon werden von Edelgard Suikat geleitet. Harald Steen vom Kreissportverband wies auf die hohe Bedeutung von Sportvereinen hin: "Die öffentliche Hand kann die Arbeit eines Vereins nicht übernehmen." Die offenen Ganztagsschulen allerdings seien nicht hilfreich für die Sportvereine. Durch die lange Schulzeit hätten die Kinder aus Zeitmangel kaum noch die Möglichkeit, am Sportbetrieb teilzunehmen.

Bosaus Gemeindewehrführer Andreas Riemke bezeichnete den BSV und die Feuerwehren als gemeinsame starke Stütze der Gemeinschaft. Er möchte mit den Feuerwehren noch enger an den Sportverein herantreten, um mit der Aktion "Fit for Fire" die Leistungskraft der Wehren zu stärken.

Eine Überraschung gab es für Horst Wulf-Schnabel: Er freute sich über seinen Spielerpass von 1952, den er bei seinem Eintritt in den BSV 1957 vom Kieler Sportverein Holstein abgab. Fritz Meyer hütete den Pass in seinem Archiv und freute sich mit Wulf-Schnabel über die gute Erinnerung.

In ihrem Jahresbericht hob Edelgard Suikat die Aktion "kein Kind ohne Sport" hervor. Aus diesem Sozialfond, der durch Spenden aus der Bevölkerung getragen wird, wurde 2010 sechs Kindern die Möglichkeit geboten am Sportbetrieb teilzunehmen. Als Bester hat Florian Reck die Schiedsrichterprüfung für den Fußballbereich abgelegt.

Finannziell freute sich der Verein über einen leichten Überschuss in der Kasse, der jedoch durch eine Nachzahlung an Gas und Wasserkosten für das Sportheim wieder aufgebraucht wurde. Die Zahl der Mitglieder ist mit 738 - davon 326 Jugendlichen - leicht gestiegen.

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