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Seit 25 Jahren Hilfe für Mädchen und junge Frauen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kaum einem ist das Janusz-Korczak-Haus bekannt, das der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) Ostholstein in Malente betreibt. Am Donnerstag feierte das vollstationäre, sozialtherapeutische Kleinstheim, in der Mädchen und junge Frauen mit persönlichen sowie familiären Problemen betreut werden, sein 25-jähriges Bestehen. „Das Janusz-Korczak-Haus ist eine der wichtigsten Einrichtungen des Kinderschutzbunds“, erklärte DKSB-Geschäftsführer Martin Liegmann.

Zu Beginn, damals noch in der Friedrichstraße, sei das personalintensive Projekt finanziell schwierig gewesen. Eine Umplanung und der Kauf des ehemaligen Hotels Garni „Haus an der Sonne“ im Forstweg 1990 bescheren dem Kinderschutzbund nun schwarze Zahlen. Damit habe sich die Idee, durch das Raster gefallenen Mädchen einen Schutzraum für seelische Aufrichtung zu geben, bewährt, sagte Liegmann.

„Damals wie heute ist das Janusz-Korczak-Haus eine moderne Einrichtung der Jugendhilfe, die sich den fachlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellt“, betonte Malentes Bürgermeister Michael Koch. Hier werde eine wichtige Arbeit geleistet, zu Recht weitgehendst in der Anonymität. Koch erinnerte an den Namensgeber Janusz Korczak. Der polnische Arzt, namhafte Pädagoge und Autor war Gründer von Waisenhäusern für jüdische und nicht-jüdische Kinder sowie Initiator der ersten Zeitung von Kindern für Kinder. Mit seinen Schriften „Wie man ein Kind lieben soll“ sei Korczak den UN-Kinderrechtskonventionen um Jahrzehnte voraus gewesen, erklärte Koch.

Als hochaktuell und hocheffektiv bezeichnete Bernd Heinemann, der zu den Gründervätern der geschlechtsspezifischen Jugendeinrichtung gehört, das Konzept. „Im Haus an der Sonne geht es um positive Energien, die jeder Jugendliche benötigt, um aus Krisen zu kommen und zu gesunden“, erläuterte Heinemann. Die Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren sollen ihren Platz finden und sich entfalten.

„Der Kinderschutzbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, Jugendliche und Familien in den unterschiedlichsten Formen zu unterstützen und zu begleiten“, sagte Bereichsleiterin Silke Hüttmann. Ziel der Malenter Einrichtung sei es, ein Stück des Weges zu begleiten, Strategien zu vermitteln und Wege aufzuzeigen, um dann nicht mehr nötig zu sein.

Selbstbewusst und launig gaben
die zehn jungen Bewohnerinnen mit ihren sieben Pädagogen einen Einblick in ihr Leben und Wohnen mit einem Psychologen, einer Hauswirtschafterin sowie sieben Nachtbereitschaftsmitarbeitern. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Jugendband „Fairspielt“ von der Kirchenregion Strand.

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erstellt am 04.Sep.2015 | 15:30 Uhr

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