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Preetz : Seit 15 Jahren begehrter „Anziehungspunkt“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Preetzer Secondhandladen in der Kirchenstraße 38 ist eine wahre Fundgrube. Es besteht bereits seit 15 Jahren.

Der Preetzer Secondhandladen in der Kirchenstraße 38 ist eine wahre Fundgrube. Hier finden Menschen für „kleines Geld“ gut erhaltene und gepflegte Bekleidung ebenso Haushaltsgegenstände, Bücher und vieles andere mehr.

Die Idee einen „Wiederverwertungsmarkt“ zu betreiben, entstand 1998 im Frauenwerk des ehemaligen Kirchenkreises Plön und der Diakonie. Mit viel Kreativität und Initiative wurde an der Umsetzung gearbeitet. Besonderen Anstoß, Altkleider sinnvoll zu verwerten, kam von der „clean clothes campaign“. Bereits ein Jahr später wurde die alte Villa in der Kirchenstraße bezogen.

In quirliger Flohmarktatmosphäre stöbern dort seitdem täglich 80 bis 100 Kunden. Von der Kleiderkammer hin zu einem Laden auf Spendenbasis für alle – ohne Ein-schränkung durch den sogenannten Berechtigungsschein – wurde es der erste dieser Art in der Region. Geben und nehmen – ein Kreislauf der sich seit 15 Jahren bewährt. Spende freuen sich darüber, ihre Sachen abzugeben. In vielen Kleiderschränken hängt oft Kleidung, die nicht mehr getragen wird, zu schade, um auf der Deponie zu landen oder als Putzlappen zu enden.

„Wöchentlich werden etwa 70 große blaue Säcke mit Waren abgegeben“, weiß Angela Voß, Leiterin des „Anziehungspunkt“ in Preetz. Freiwillige Helferinnen – zurzeit sind es zwölf, die älteste 84 und die jüngste 39 Jahre alt – sortieren mit Unterstützung der Angestellten Regina Kanschat aus und je nach Jahreszeit auf die Kleiderstangen und in die Regale.

Im Laden aussortierte Waren gehen weiter an Katrin Rhode nach Burkino Faso oder Bethel. Die Erträge des Ladens fließen in soziale Projekte des Diakonischen Werkes und an den Verein „Afghanistan Schulen“. Gleichzeitig ist hier ein Treffpunkt, um soziale Kontakte zu knüpfen oder zu pflegen, freut sich Angela Voß und zitiert eine ältere Dame: „ Gä-be es den Laden nicht, müssten wir zum Arzt gehen. Für mich ist der Anziehungs-punkt die beste Medizin.“

Die ehrenamtlichen Helferinnen – in der Regel engagiert sich jede einen halben Tag pro Woche – nehmen sich Zeit für Gespräche, hören zu und finden tröstende Worte für die eine oder andere. Am 1. Oktober lädt das Team in den Anziehungspunkt zu einem Umtrunk von 10 bis 16 Uhr anlässlich des 15-jährigen Bestehens ein.

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erstellt am 23.Sep.2014 | 10:34 Uhr

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