Segelregatta bei Starkwind

Die Katamarane hatten schon kurz nach dem Start mit den schwierigen äußeren Bedingungen zu kämpfen.
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Die Katamarane hatten schon kurz nach dem Start mit den schwierigen äußeren Bedingungen zu kämpfen.

Katamarane trotzten bei den Hobie-Regatten des Segelsport-Clubs Bosau Wind und Wetter

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18. Mai 2015, 14:28 Uhr

Für die Katamarane der Hobie-Klassen gibt es am Himmelfahrtstag und dem folgendem Wochenende einen festen Termin in Bosau am Plöner See: zwei Tage Training und zwei Tage Regatta beim gastgebenden Segelsport-Club (SSC) Bosau. Die Ankündigung kühlen und stürmischen Wetters ließ leider die Teilnehmerzahlen schrumpfen. So waren diesmal nur 30 Boote in drei Klassen gemeldet.

Die Wettervorhersage behielt für die Regattatage recht. Zwar blieb der Wind am Sonnabend mit vier Windstärken noch mäßig und bot gute Segelbedingungen für die schnellen Zweirumpfboote, aber mit vier Wettfahrten bei sehr kühlen Temperaturen war Kraft und Ausdauer gefordert. Der Sonntagmorgen bot dann zwar zeitweilig Sonne, aber auch Hagelschauer und Wind, Wind, Wind. Er blies mit durchgängig fünf, in Böen sieben Beaufort. Ohne „Wasserung“, sprich Kenterung, kam kaum ein Boot über die Bahn. Dennoch kehrten die Segler mit strahlenden Gesichtern zurück an Land. Sie hatten ihre Bewährungsprobe bestanden. Bei den Hobie 14, der Einhandklasse, waren die Segler aus Bosau wieder einmal sehr erfolgreich. Tanja Rindt vom SSC Bosau, seit Jahren beste Hobie 14-Seglerin in Europa, siegte vor Erik Schwetscher (Segelgemeinschaft Bosauer Fährhaus) und Markus Merten (SSC Bosau). Merten lieferte dabei bei den beiden Starkwindläufen am Sonntag mit zwei ersten Plätzen eine fulminante Aufholjagd ab, nachdem ihn am Vortag Materialprobleme geplagt hatten. Bei den Hobie 16 – den Zweimannbooten – lag der Deutsche Meister und Ranglistenerste des Vorjahres, Jens Goritz (Föhrer KK) mit seiner Vorschoterin Juliane Brüggemann vorne. Zweite wurden Ingo Delius/Sabine Delius-Benig aus Bocholt vor Christian Diederich/Kilian Fein vom Hohwachter YachtClub. Detlef Mohr, Ex-Europa- und Deutscher Meister, Seriensieger in Bosau, wurde diesmal nur Fünfter. „Ich muss meine Knochen schonen“, meinte er angesichts des Starkwindes.

Das kleinste Feld mit nur fünf Booten stellten die Hobie Wildcat/Tiger. Hier siegten Fritz Klocke und Uwe Häntschel vom Catamaran Club Flensburger Förde. Es war nicht ihr erster Erfolg in Bosau.

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