zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

21. September 2017 | 09:07 Uhr

Seeräuber machen Aula unsicher

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Musical-AG der Voß-Schule hat ein „typisch norddeutsches“ Stück ausgesucht / Aufführungen sind morgen und Freitagabend

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 15:29 Uhr

Seit einiger Zeit macht der gefürchtetste Seeräuber der Ost- und Nordsee, Klaus Störtebeker, mit seiner Bande wieder die Meere unsicher. Etwa 50 Schülerinnen und Schüler der Johann-Heinrich-Voß Schule verbreiten am Donnerstag und Freitag, (10. und 11. April) jeweils um 18 Uhr mit dem Musical „Seemann Ahoi!“ Angst und Schrecken. Erzählt wird die Legende von Störtebeker in einem Musical von Wolfgang Fricke.

Der Freibeuter machte mit seiner Bande, den Vitalienbrüdern, die Ost- und Nordsee unsicher. Er wurde zur Unterstützung im Kampf gegen die Dänen angeheuert, hielt sich aber an keine Regeln und überfiel bald auch Schiffe der Hanse. Daraufhin wandte sich ein Teil der Mannschaft gegen ihn und machte das Schiff kampf- und manövrierunfähig.

In einem letzten Gefecht vor Helgoland stellte Simon Utrecht, ein Hamburger Adliger, Störtebeker und nahm ihn und die Besatzung gefangen. Die Seeräuber wurden in Hamburg vor Gericht gestellt.

Unter der Leitung der Lehrerinnen Ilona Lehmann, Jannika Peters und Silke Agour üben die Fünft- bis Achtklässler und die Schulband seit Schuljahresbeginn für die Aufführung. Bei der Wahl des Stückes habe die Idee im Vordergrund gestanden, etwas typisch Norddeutsches aufzuführen, erzählt Ilona Peters. „Vor allem wollten wir auch etwas einstudieren, das Jungen und Mädchen gleichermaßen anspricht. Ein Piratenstück ist dafür natürlich klasse.“ Eine gestiegene Zahl von Jungs in der Theatergruppe belege, dass die Wahl richtig gewesen sei: Mehr als doppelt so viele Jungs spielten dieses Jahr mit.

Bei den Proben war zu spüren, dass alle mit Feuereifer dabei sind. Der Umstand, dass Störtebeker von einem Mädchen – Ronja Hüttmann aus der sechsten Klasse – verkörpert wird, stört niemanden und ist nur eine Besonderheit des Musicals. Dessen Handlung orientiert sich durchaus an der überlieferten Störtebeker-Biografie. Allerdings erwartet die Besucher des Musikcals ein überraschendes Ende. Anders jedenfalls, als es in den Lesebüchern steht. Der Eintritt zu dem Musical ist frei.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen