zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 11:11 Uhr

Seepark und Stadtbucht nehmen Form an

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die neuen Sichtachsen ermöglichen weite Blicke / Dauerbepflanzung ist fertig / Rubelt: „Wir liegen gut im Plan“ – trotz kälterer Temperaturen und Schnee

Lange wurde über die Sichtachsen und ihre Entstehung diskutiert – die Planer und Baumfällarbeiten im Seepark mehrfach kritisiert. Was bisher nur auf Papier sichtbar war, nimmt nun in der Praxis Gestalt an. Vom Haus des Gastes zur Bebensundbrücke, von der Schwimmhalle zur Fasaneninsel und von der Fissauer Bucht zum Schloss können künftige Besucher des Seeparks über lange Distanzen schauen – und am Ende der Wege auf Stegen sitzend verweilen.

„Das ist wirklich beeindruckend“, fasste Eutins Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt ihre ersten Eindrücke gestern bei einem Vorort-Termin zusammen. Im Gesicht des Bauamtsleiters und LGS-Geschäftsführers Bernd Rubelt war ein zufriedenes Lächeln zu sehen. „Wir sind wirklich gut im Plan“, sagte er. Der kleine Wintereinbruch habe keinerlei negative Konsequenzen. Die dauerhaften Pflanzungen seien alle erledigt. Eher gebe es derzeit das Problem des vielen Wassers im Park und des hohen Wasserstandes im Großen Eutiner See allgemein. „Aber auch dem werden wir Herr“, zeigte sich Rubelt überzeugt. Mit Pumpen und Drainagen. Die geringen Temperaturen seien für die noch ausstehenden Arbeiten eher gut, da die Erde dann etwas angezogen sei.

Die Hauptachse vom Haus des Gastes in Richtung Badeanstalt ist asphaltiert. Eine Possehlschicht, die noch aufgebracht wird, soll für bessere Griffigkeit sorgen und im Aussehen der typischen wassergebundenen, senffarbenen Wegedecke gleichen. Entlang des Weges zieht sich ein „Band“ mit Dauerbepflanzungen aus Farnen und Stauden. Insgesamt 469 Farne, 1063 Stauden und der alte Rhododendron-Bestand werden mit 60 neuen, nur 1,50 Meter hoch wachsenden Pflanzen ergänzt. Stein-Schmidt: „Die alten Pflanzen blühen in pink und weiß, die neuen, kleineren sollen ein Farbenmeer aus orange und gelb bilden.“ Die Landschaftsgärtner waren gestern dabei, die letzten Pflanzen nach Plan zu setzen.

Auf Höhe des Seglervereins gleicht die Stelle des künftigen Abenteuer-Spielbereichs mit Spielfeldern bis hin zum Wackel- und Erlebniswald mit Baumhäusern größtenteils noch einer überdimensionierten Pfütze, die Erdhaufen lassen den geplanten Strand gegenüber der Badeanstalt vorerst nur erahnen – aber: „Es wird, und es wird schön. Wir sind gut in der Zeit, wollen mit den Maßnahmen hier Ende Februar, Anfang März fertig sein“, sagte Rubelt. Zwischen Abenteuer-Spielbereich und Strand sollen Netzliegen zum Verweilen einladen. Für kleinere Kinder ist an der Stadtbucht in unmittelbarer Nähe zum Haus des Gastes ein Kleinkinderspielplatz geplant, entlang des Heinrich-Lüth-Weges soll ein „Fitness-Band“ entstehen. „Alle Spielbereiche wurden auf Basis der Ergebnisse aus dem LGS-Jugendworkshop im Februar 2014 entwickelt“, sagte Stein-Schmidt.


Die Stadtbucht ist fast fertig


In der Stadtbucht sieht es trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit Baustopp und Munitionssuche auf dem Seegrund besser aus als geplant. „Bleibt das Wetter so, dann haben wir die Stadtbucht bis Weihnachten fertig gepflastert“, sagte Rubelt. Welchen Arbeitsumfang das bedeutet, wird bei den Bergen von Basaltsteinen vor dem Haus des Gastes deutlich. Die letzten Teile des Grundgerüsts für das Holzdeck werden vom Schwimmponton aus gesetzt und befestigt. Einziges Hindernis: Der Zulauf des Stadtgrabens müsse erneuert werden, das habe Probleme bereitet.

Beim Blick vom Schloss hinüber zum Haus des Gastes wirkt alles schon etwas fertiger. Die Rampe vom Schloss zur Stadtbucht herunter ist bereits gepflastert. Die Treppe vom Platz zwischen Schlossterrassen und Schloss, der gerade mit Pflaster und Beetflächen hergerichtet wird, ist fertig. Eine Treppe von der Rampe hinunter zum Holzdeck am Fuße der Bastion ist auch fertig. Bei beiden sind die Stufen hell gestaltet mit dunklen Kontraststreifen, um sehbehinderten Menschen eine bessere Orientierung zu geben, erläutete die Stadtmanagerin. Die Rosen und Pflanzen am Hang zwischen Rampe und Holzdeck sind gepflanzt. Auch ein Großteil der Eichenbohlen ist auf dem Gerüst des Holzdecks verlegt, der Rettungsring für den Fall der Fälle hängt. Die Masten für die Leuchtstelen an der Promenade stehen, die Bäume dazwischen werden noch gepflanzt.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen