Seeadlerschutz: 6000 Euro sollen helfen

Seeadler-Fans: Anita Kahlke und Hans-Wilhelm Hagen von der Volksbank übergeben den 6000-Euro-Scheck an Günter Kalin von der Projektgruppe Seeadlerschutz Schleswig-Holstein.  Foto: Norden
Seeadler-Fans: Anita Kahlke und Hans-Wilhelm Hagen von der Volksbank übergeben den 6000-Euro-Scheck an Günter Kalin von der Projektgruppe Seeadlerschutz Schleswig-Holstein. Foto: Norden

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16. November 2012, 03:59 Uhr

Eutin | Die gute Nachricht zuerst: Mit 75 Seeadlerpaaren ist der Bestand in Schleswig-Holstein so hoch wie nie zuvor - allein in Ostholstein und Plön leben 33 Paare. Bei Malente und im EU-Vogelschutzgebiet Wesseker See im Kreis Ostholstein verbuchte die Projektgruppe Seeadlerschutz sogar je eine Neuansiedlung. Die schlechte Nachricht: Es gibt immer mehr abgebrochene Bruten. Um die Gründe dafür zu erforschen, brauchen die Vogelschützer Unterstützung. Eine 6000-Euro-Spende vom Gewinnsparverein der Volksbanken und Raiffeisenbanken Norddeutschland leistet einen Beitrag dazu.

"Wir kooperieren schon seit zehn Jahren mit der Projektgruppe Seeadlerschutz, weil wir wollen, dass alle Bürger die majestätischen Seeadler in ihrer Heimat erleben können", erklärte die Geschäftsführerin des Gewinnsparvereins Anita Kahlke. Die 6000 Euro stammen aus dem Reinertrag des Gewinnsparens, pro Los sind das 1,50 Euro. Insgesamt stellte der Gewinnsparverein seinen Banken in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zur Spendenvergabe in der Region fast 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, so Kahlke.

Die Projektgruppe Seeadlerschutz betreut seit über 40 Jahren mit Unterstützung des Kieler Umweltministeriums das Artenschutzprojekt. Über 200 ehrenamtliche Seeadlerschützer sichern durch ihre Gebietsbetreuung alljährlich den Bruterfolg. "An den durch die Projektgruppe Seeadlerschutz eingerichteten öffentlichen Beobachtungsstationen in Barsbek und Rathjensdorf konnten wir in diesem Jahr über 4000 Besuchern Seeadler in ihrem Lebensraum zeigen", berichtete Günter Kalin von der Projektgruppe Seeadlerschutz. "Doch ohne Sponsoring sei diese Arbeit nicht möglich", sagte Kalin.

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