Sechs Wehren probten den Ernstfall in Schulendorf

Wasserförderung über 500 Meter war eine besondere Anforderung bei der Übung in Schulendorf.
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Wasserförderung über 500 Meter war eine besondere Anforderung bei der Übung in Schulendorf.

Alarmübung ging von brennender Maschinenhalle auf einem landwirtschaftlichem Anwesen aus – Löschwasser musste über langen Weg befördert werden

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15. Mai 2016, 11:50 Uhr

Brennende Strohballen auf dem Vollbracht'schen Hof in Schulendorf: Die Meldung erreicht am Freitag, den 13. Mai, um 19.23 Uhr die Feuerwehren Schürsdorf und Wulfsdorf. Schon vor dem Eintreffen der Wehren meldet der zur Erkundung vorausgefahrene Gemeindewehrführer Patrick Bönig, dass die Flammen bereits auf die Maschinenhalle übergegriffen haben. Ein Kuhstall mit rund 70 Tieren sei bedroht.

Die Feuerwehren Sarkwitz, Gleschendorf und Pönitz sowie der Teleskopmast aus Scharbeutz werden nachgefordert. Was dank Nebelmaschinen und Pyrotechnik sehr realistisch aussah, war eine im Stillen geplante Übung, die das Zusammenspiel der Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Scharbeutz trainieren sollte, erläutert Bönig – und das in dem Dorf, in dem erst im Februar die Freiwillige Feuerwehr beschlossen hatte, dass sie sich mangels ausreichender Mitgliederzahl auflösen will.

„Schwerpunkt der Übung war die Wasserförderung über eine lange Wegstrecke“, erläuterte der Gemeindewehrführer, „rund 500 Meter mussten gleich doppelt überbrückt werden, denn für so ein Feuer braucht man im Ernstfall viel Wasser.“

Im sonst so ruhigen Schulendorf mit seinen 54 Einwohnern war urplötzlich viel los, denn die rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren, unterstützt vom DRK Süsel sowie der Polizei aus Scharbeutz, sorgten für reichlich Bewegung im Dorf.

Die Einsatzkräfte hatten eine Menge an Aufgaben zu bewältigen. Nach etwas mehr als 80 Minuten meldete der Einsatzleiter „Übungsende“. Nachdem alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht worden waren, lud die nicht am Einsatz beteiligte Feuerwehr Schulendorf zu einem kühlen Getränk, Wurst und Kartoffelsalat in das Schulendorfer Gerätehaus ein. „Ich bin mit dem Ablauf sehr zufrieden", sagte Bönig, „sicher gibt es Verbesserungspotential an manchen Stellen, aber in Summe haben wir gezeigt, dass wir eine schlagkräftige Truppe haben, auf die Verlass ist.“

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