Leichtathletik : Sechs Titel und ein Spitzenplatz

Hochsprung-Sieger: Philipp Landgrebe vom PSV Eutin überquerte die Stange in einer Höhe von 1,84 Metern.
Foto:
Hochsprung-Sieger: Philipp Landgrebe vom PSV Eutin überquerte die Stange in einer Höhe von 1,84 Metern.

Nick Schmahl Deutschlands bester Weitspringer seines Jahrgangs. Fünf weitere Ostholsteiner Landestitel.

shz.de von
23. Januar 2018, 06:43 Uhr

Hamburg | Der Leichtathletik-Nachwuchs aus Ostholstein sorgte mit sechs Titeln bei den gemeinsamen Landesmeisterschaften mit Hamburg in der männlichen U18-Jugend für ein ausgezeichnetes Ergebnis. Überragend präsentierte sich erneut der Heiligenhafener Nick Schmahl. Er gewann nicht nur zwei Meisterschaften, sondern setzte sich mit 7,20 Metern im Weitsprung auch national an die Spitze seines Jahrgangs. Zudem qualifizierte er sich für die Deutschen U20-Jugendmeisterschaften Ende Februar in Halle (Sachsen-Anhalt).

Schmahl begann seinen Wettkampf mit 6,88 Metern und steigerte sich praktisch von Sprung zu Sprung, bis er im fünften Durchgang erstmals in seiner Karriere die Sieben-Meter-Marke übertraf, als er erst nach 7,12 Metern in der Grube landete. „Das war mein Ziel, denn ich wollte mich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren“, kommentierte er seinen Sprung. Und im finalen Durchgang setzte er noch einen drauf, das Bandmaß zeigte 7,20 Meter an – Platz eins in seinem Jahrgang in Deutschland.

Am zweiten Tag glänzte der Heiligenhafener dann im Hürdenwald. Über 60 Meter mit fünf Hürden zeigte die Uhr 8,36 Sekunden an, damit hatte er den zweiten Titel sicher. Mit im Finale stand David Schliep vom PSV Eutin, der sich auf 8,65 Sekunden verbesserte und Bronze holte. Der Scharbeutzer im PSV-Trikot sicherte sich aber einen kompletten Medaillensatz: Den Stabhochsprung gewann er mit guten 3,80 Metern, nachdem er in der Vorwoche bei den U20-Titelkämpfen noch drei Mal an seiner Anfangshöhe von 3,60 Metern gescheitert war. „Das lief jetzt deutlich besser“, freute er sich über Leistung und Titel. Silber gab es dann noch im Hochsprung mit 1,81 Metern. Den Vortritt musste er seinem Vereinskameraden Philipp Landgrebe lassen, der das ewige Duell der beiden Youngster mit 1,84 Metern für sich entschied – und das trotz Trainingsrückstands.

Zwei weitere Titel holten die Eutiner Jugendlichen mit jeweils deutlichem Vorsprung. Mittelstreckler Daniel Garschke zog dem Feld über 1500 Meter gleich von Beginn an davon und kam nach 4:19,39 Minuten ins Ziel. „Eigentlich wollte ich einige Sekunden schneller sein, aber im Alleingang war es zu schwer“, lautete sein erster Kommentar. Über 800 Meter blieb er zwar ohne Medaille, steigerte sich aber als Vierter auf starke 2:02,28 Minuten. Über drei (!) Meter Vorsprung hatte Mehrkämpfer Mika Jokschat im Kugelstoßen. Im zweiten Versuch flog die Kugel auf sehr gute 15,47 Meter. Der 16-Jährige hatte mit muskulären Problemen zu kämpfen und startete deshalb nur mit der Kugel. Pech für ihn, denn auch im Stabhochsprung gehörte der 4,10-Meter-Springer zu den Titelanwärtern.

Weitere Plätze unter den Besten erkämpften sich Nick Schmahl über 200 Meter (23,64 Sekunden), sein Klub-Kamerad Lukas Meier über 400 Meter (55,76 Sekunden) und David Schliep im Weitsprung (6,21 Meter), was jeweils Rang sechs bedeutete.

Die weibliche Jugend konnte eine bronzene Medaille ergattern. Lena Sömmer vom TSV Neustadt übertraf in ihrem ersten Dreisprung-Wettkampf mit 10,09 Metern die Zehn-Meter-Marke. Nur zwölf Zentimeter fehlten zu Gold. Ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ die noch zur W15-Klasse zählende Zoe Hurka vom PSV Eutin über 1500 Meter gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz. In einem gleichmäßigen Lauf kam sie in 5:27,84 Minuten als Vierte ins Ziel und lag vor Finja Pfeiffer vom SV Fehmarn (5:42,99 Minuten).

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen