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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 07:48 Uhr

Plön : Schwimmbecken der MUS lässt Wasser

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wasser ist das Element der Marinesoldaten. Doch in der Marineunteroffizierschule Plön ist das Schwimmbad seit Anfang August geschlossen. Das Schwimmbecken lässt Wasser. Derzeit wird nach der Ursache geforscht.

Das Schwimmbad in der Plöner Marineunteroffizierschule (MUS) ist bereits seit Anfang August geschlossen. Der Grund: Pro Jahr gehen etwa sechs Kubikmeter Wasser verloren. Und keiner weiß warum und wohin. Jetzt laufen Untersuchungen, deren Ergebnis eine erneute Sanierung oder sogar den Neubau einer Schwimmhalle bedeuten könnte.

S3-Offizier Fregattankapitän Ralf Zielinske bestätigte gestern auf OHA-Anfrage die Schließung der im November 1973 eröffneten Schwimmhalle. „Das Becken verliert Wasser“, sagte er. Derzeit werde aber noch nach dem Leck gesucht. Dazu würden vermutlich auch noch Grabungen direkt an der Schwimmhalle erforderlich werden. Es würden Rohrleitungen abgedrückt, die Tragfähigkeit der Decken kontrolliert oder Risse begutachtet. „Die Rohrleitungen sind dicht“, versicherte gestern der Mitarbeiter einer Fachfirma in der Schwimmhalle.

„Wenn der Schaden mit geringem Aufwand reparabel ist, dann wird noch in die bestehende Schwimmhalle investiert“, sagte Ralf Zielinski weiter. So ein Schaden solle auf jeden Fall vor Eintritt der Frostperiode repariert werden. Das Geld stehe dafür zur Verfügung. Wenn der Schaden jedoch umfänglicher sei, dann werde auch der Neubau einer Schwimmhalle in der MUS in Erwägung gezogen. Das daure dann aber länger.

Immerhin sei die MUS auf die Schwimmhalle angewiesen, um die Marinesoldaten ordentlich auszubilden. Sie werde auch von den Eutiner Soldaten genutzt. Derzeit finden sie Ausweichmöglichkeiten in den kommualen Schwimmhalle in Plön und Eutin. Die die Schwimmhalle der MUS wird auch von vielen Vereinen, darunter die DLRG, genutzt.

Das Gebäudemanagement Schlewig-Holstein (GMSH) ist Bauträger in der MUS. Sprecherin Barbara Müller aus Kiel sagte gestern dem OHA: „Um den Betrieb der Schwimmhalle möglichst wenig zu stören, hat die GMSH die Sommerpause genutzt und damit begonnen, im Ausschlussverfahren die Ursache für den Wasserverlust zu suchen.“ Dafür sei ein Gutachter eingeschaltet worden. Bisher werde ausgeschlossen, dass die Betonwände Wasser durchlassen und dass das Abwassersystem undicht ist. Weitere Untersuchungen würden folgen. Müller: „Wir erwarten spätestens Ende November die Ergebnisse des Gutachtens und damit Erkenntnisse des Wasserverlustes.“


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erstellt am 16.Okt.2014 | 04:30 Uhr

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