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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 02:53 Uhr

Schwerpunkt Europa

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Gustav-Heinemann-Bildungsstätte hat ihr Jahresprogramm vorgestellt / Rekordbeteiligung im vergangenen Jahr

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Die Zuschüsse sind zwar im Vergleich zu früher auf niedrigem Niveau, dennoch ist die Nachfrage bei
der Malenter Gustav-Heinemann-Bildungsstätte auf Rekordniveau: 1300 Teilnehmer nahmen das Kursangebot im vergangenen Jahr wahr, 150 mehr als im Vorjahr, erklärte Studienleiter Dr. Hauke Petersen gestern bei der Vorstellung des neuen Jahresprogramms. Seit knapp einem Jahr verantwortet Petersen das Bildungsangebot der 1968 gegründeten Einrichtung, die von einem Verein – der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holstein – getragen wird.

In diesem Jahr wird es wie 2013 etwa 70 Wochen- und Wochenend-Seminare geben, von denen viele als Bildungsurlaub anerkannt sind. Die Bandbreite der Themen reicht von der Rolle Deutschlands im 21. Jahrhundert („Großmacht wider Willen?“) über die Betrachtung einzelner Staaten wie Indien, Brasilien oder Norwegen bis zu lokalen Themen wie „Die Region Ostholstein im Wandel“. Falls erforderlich, reagiert die Bildungsstätte auch kurzfristig auf aktuelle Ereignisse. So seien etwa 2011 kurzfristig Seminare anlässlich der Nuklearkatastrophe von Fukushima ins Programm genommen worden, erklärte Verwaltungsleiterin Claudia Burgdorf.

Aus Anlass der Europawahl am 25. Mai liegt in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf dem Thema Europa: „Wir wollen in verschiedenen Seminaren fragen, wie es mit Europa und Europäischen Union weitergehen kann“, erklärte Petersen. In diesen Tagen beschäftigen sich etwa 50 Schüler aus Schleswig-Holstein mit den Themen wie der digitalen Agenda oder der Finanzkrise. Thema der Sommerakademie (13. bis 22. Juli) wird die 100. Wiederkehr des Beginns des Ersten Weltkriegs sein. „Wir untersuchen die Hintergründe, den Verlauf und die Folgen des Ersten Weltkriegs“, sagte Petersen.

Sehr beliebt sind die „Fahrradseminare“. Unter dem Motto „politische Bildung mit dem Fahrrad“ versuche man, touristische Aspekte einzubinden. Die Fahrten gingen dann an Exkursionsorte mit politischen oder kulturellen Aspekten. Vergleichbare Angebote gibt es in diesem Jahr auch mit dem Kanu. Bei Fahrten in 10er-Kanus, die direkt von der Bildungsstätte oder vom Großen Plöner See abgehen, geht es beispielsweise um Umweltthemen. Teilweise sind diese Angebote allerdings schon ausgebucht, erklärte Claudia Burgdorf. Sehr großen Zuspruch fänden auch die Schreib- und Malwerkstätten. Doch auch ein ernstes Thema wie „Tod und Sterben“ stoße alljährlich auf große Nachfrage. Zu profilieren versucht sich die Bildungsstätte im Themenbereich Gesundheit. So stehen beispielsweise die Themen Demenz und Stressbewältigung auf dem Programm.

> Das Programmheft 2014 ist in einer Auflage von 21 000 Stück erschienen, die an Privatleute, aber auch Betriebsräte, Vereine und Verbände verteilt werden. Zur Jahresmitte werden nach aktueller Themenlage Seminare im Dezember angeboten. Informationen dazu gibt es auf der Homepage und den Newsletter der Bildungsstätte.

www.heinemann-bildungsstaette.de

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