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Wende am Großen Plöner See : Schwarzbau bei den Seglern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landesbehörde fordert ultimativ Beseitigung des aufgeschütteten Bauschutts am Ufer des Plöner Sees

Der neuen Steganlage des Plöner Seglervereins (PSV) in der Stadtbucht am Großen Plöner See fehlt offenbar die erforderliche Genehmigung. Das hat Eberhard Henning vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) jetzt dem PSV-Vorsitzenden Dr. Ulrich Fehlberg in einem Brief mitgeteilt.

Vor ein paar Tagen war Passanten aufgefallen, dass auf einer Länge von rund 30 Meter Aushub in Form von überwiegend Bauschutt aus dem See am Ufer auf der vorhandenen Steinböschung abgeladen worden war. OHA-Recherchen hatten ergeben, dass der Aushub aus dem Großen Plöner See stammt.

Er war durch Baggerarbeiten im See bei Arbeiten zur Sanierung der Steganlage der Plöner Segler angefallen, bestätigte Dr. Ulrich Fehlberg dem OHA und forderte damals die Stadt Plön zur Beseitigung auf. Der Bauschutt soll nämlich nach Auskunft des passionierten Seglers Henning Böhrens vor Jahrzehnten von der Stadt nach Bauarbeiten an einem Tunnel zur Befestigung des Ufers verwendet worden sein.

So wurde das Thema in den vergangenen Tagen von der Stadt Plön an die Wasserbehörde des Kreises weitergeleitet. Die allerdings zeigte sich auch nicht zuständig, weil der angefallene Bauschutt unter fünf Kubikmeter liegt. „Dafür ist die Stadt Plön zuständig“, sagte Björn Demmin, Sprecher des Kreises Plön dem OHA. Doch das städtische Ordnungsamt wiegelte ab: „Die Angelegenheit liegt jetzt beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein“, sagte Armin Kirchner.

Und dieser LKN, der das Land als Eigentümer der Seefläche vertritt, hat nun dem Plöner Seglerverein einen Brief geschrieben. Zunächst wird der PSV darin ultimativ aufgefordert, den Bauschutt bis zum 28. Mai vom Ufer zu entfernen. „Es gibt weder einen Antrag noch eine Genehmigung“, sieht Eberhard Henning einen „unerlaubten Eingriff in die Wasserfläche, die genehmigungspflichtig ist“.

Es sei im Großen Plöner See gebaggert worden, ohne den Kreis Plön um Erlaubnis zu fragen. Es sei damit Aushub am Ufer auch ohne Erlaubnis abgelagert worden. Noch viel schlimmer: „Es ist nicht der Neubau einer Steganlage genehmigt worden“, sagte Eberhard Henning im OHA-Gespräch. Die alte Steganlage sei komplett entfernt worden und der jetzt erfolgte Neubau sei genehmigungspflichtig.

Dazu fordert die Behörde nun zunächst einmal eine Stellungnahme des PSV. Und die Konsequenz? „Theoretisch geht das von einem Baustopp bis hin zu einem Rückbau“, sagte Eberhard Henning. Übrigens: An der Steganlage liegt bereits das erste Segelboot.

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erstellt am 18.Mai.2014 | 05:00 Uhr

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