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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 19:22 Uhr

Schwanensee und Tango zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Eutiner Konzertsommer feiert 25-jähriges Bestehen. 18 Konzerte im Jagdschlösschen am Ukleisee sind geplant. Der Schwerpunkt liegt auf Tanz und Tanzmusik

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2016 | 15:25 Uhr

Mit 18 Konzerten im Jagdschlösschen am Ukleisee in Sielbeck geht der Eutiner Konzertsommer in das 25. Jahr seines Bestehens. „Das Interesse an den Konzerten ist weiterhin ungebrochen“, freute sich der Vorstandschef der Sparkasse Holstein, Dr. Martin Lüdiger, als er gemeinsam mit den Organisatoren und Veranstaltern das Konzertprogramm vorstellte.

Vom 15. Mai bis zum 30. Oktober bietet der Konzertsommer Musikliebhabern ein breites Repertoire an Konzerten und Darbietungen im historischen Ambiente des Jagdschlösschens. Tanz und Tanzmusik stellen einen der Schwerpunkte dar. Von Schwanensee und Kinderballett bis hin zu Tango, Flamenco und Salsa reicht das Programm. Mit dabei ist Martin Karl-Wagner (Foto) mit seinem Salonquartett, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Wagner hatte den Konzertsommer einst aus der Taufe gehoben und hat sich seitdem jedes Jahr an der Konzertreihe beteiligt. Mehrere Konzerte steuert auch die Kreismusikschule Ostholstein bei.

„Als Pfingsten 1991 der erste Eutiner Konzertsommer an den Start gegangen ist, hat niemand geahnt, dass damit der Grundstein für eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte gelegt würde“, sagte Lüdiger. Er erinnert sich vor allem an den Schreck zurück, als das Jagdschloss im März 2007 brannte. „Aber auch da haben wir schnell eine Lösung parat gehabt und Ausweichquartiere in ganz Eutin gefunden.“ Dennoch sei es ein schönes Gefühl gewesen, im Jahr darauf wieder in das Jagdschlösschen zurückzukehren. „Das Jagdschlösschen als historischer und kultureller Schatz der Stadt bietet aus meiner Sicht einfach das beste Ambiente für den Eutiner Konzertsommer.“

Martin Karl-Wagner erinnerte sich an den Start vor 25 Jahren, der damals von den Eutiner Festspielen gar nicht so gern gesehen worden sei. Damals seien zwar Sänger der Festspiele beim Konzertsommer aufgetreten, doch im Programm hätten sie nicht erscheinen dürfen. Das habe sich zum Glück mittlerweile gewandelt. Gewandelt habe sich auch das Programm. Habe es früher ausschließlich akustische Musik ohne Verstärkung gegeben, sei das Repertoire mittlerweile bunter geworden. Und die Qualität sei hoch. In der Geschichte des Kultursommers seien einige spätere Stars aufgetreten. Gar nicht immer sicher gewesen sei der Veranstaltungsort, berichtete Wagner. Bevor die Sparkassen-Stiftung das Jagdschloss erworben habe, sei alles für möglich gehalten worden – symbolisiert in der Vermutung, ein reicher Amerikaner könnte das Schloss kaufen, abbauen und in seiner Heimat wiederaufbauen.

Die Weiterentwicklung des Konzertsommers sei neben der hohen Qualität ein Erfolgsfaktor, zeigte sich Lüdiger überzeugt. Die zunächst rein klassisch ausgerichteten Veranstaltungsreihe habe sich für ein breiteres Publikum geöffnet. Auch das Netzwerk hinter dem Konzertsommer stellte er lobend heraus. Die Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein finanziere den Druck des Flyers und der Plakate, die Eutin GmbH zeichne für das Marketing verantwortlich, die Sparkassen-Stiftung stelle den Veranstaltungsort zur Verfügung, und die Organisatoren und Künstler – häufig Veranstalter ihrer eigenen Konzerte – sorgten für den Kunstgenuss. Keine Konkurrenz sieht Lüdiger übrigens in der Eutiner Landesgartenschau. Er sei sich sicher, dass sich beide Angebote gut ergänzten: „Tagsüber auf die Landesgartenschau und abends zum Konzert ins Jagdschlösschen – das klingt doch nach einen gelungenen Tag.“

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