Schwache Wurfausbeute

Mit seiner enormen Sprungkraft setzt sich Kevin Kutz gegen die Lübecker Deckung durch und erzielt aus der zweiten Reihe einen seiner drei Treffer. Fotos: okpress
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Mit seiner enormen Sprungkraft setzt sich Kevin Kutz gegen die Lübecker Deckung durch und erzielt aus der zweiten Reihe einen seiner drei Treffer. Fotos: okpress

HSG Holsteinische Schweiz kassiert in der Handball-Landesliga Süd im neunten Saisonspiel die erste Niederlage

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18. November 2018, 23:37 Uhr

17 geworfene Tore in eigener Halle waren zu wenig. Die Landesliga-Handballer der HSG Holsteinische Schweiz verloren gegen den MTV Lübeck mit 17:18 (9:10). Nach acht siegreichen Spielen ist dies die erste Niederlage der laufenden Saison.

Schon in den ersten Minuten deutete sich an, in welche Richtung die Partie gehen könnte. Die Gäste waren in der ersten Hälfte überlegen, gingen mit 4:1 (7.) in Führung und konnten diese halten, wenngleich die Holsteiner bis zur Pause auf ein Tor verkürzen konnten. „Wir haben es nicht geschafft, an die guten Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen“, sagte HSG-Trainer Stefan Risch. Die Durchschlagskraft im Angriff habe gefehlt. Sein Team spielte mit zu wenig Tempo und zu viel parallel, anstatt in die Nahtstellen zu stoßen. Die Deckung hingegen stand gewohnt stabil. Der Pausenrückstand war verdient.

Die Unterbrechung schien den Holsteinern gut getan zu haben. Nach dem erstmaligen Ausgleich durch Leon Risch (10:10, 34.) gelang Simon Grage mit seinem zweiten Tor die erstmalige Führung. Der wiedergenesene Kapitän Martin Fürst traf wenig später zum 13:11 (37.). Sollte sich das Spiel nun zugunsten der Gastgeber wenden? „Ich hatte schon das Gefühl, dass wir die Partie in Griff kriegen würden“, gab Risch zu. Doch letztlich war die Antwort „Nein“, denn der MTV ließ sich nicht abschütteln. Kevin Kutz erzielte beim 16:15 (46.) die letzte HSG-Führung des Tages – in den folgenden gut 14 Minuten gelang nur noch ein Treffer. Risch wusste: „Das ist natürlich in so einem Spitzenspiel einfach zu wenig.“ Den Lübeckern gelangen nämlich drei Tore im letzten Viertel des Spiels. Risch sah eine „ganz schlechte Abschlussquote“ und kollektiv eine „ganz ganz schwache Vorstellung“ im Angriff seines Teams. Gleichwohl erkannte er die sehr gute Deckungsarbeit des MTV Lübeck an. Was bleibt, ist eine ärgerliche Niederlage – und das, obwohl die Rahmenbedingungen perfekt waren. Rund 200 Zuschauer sahen das Spitzenspiel in der rappelvollen Halle im Ernst-Rüdiger-Sportzentrum und sorgten für Stimmung. „Das ist für ein Landesligaspiel schon richtig klasse“, sagte der HSG-Trainer. Sein Team fährt am kommenden Sonntag zum Tabellenelften SV Wahlstedt und will wieder in die Erfolgsspur zurück finden. Anpfiff ist um 17 Uhr in der Scharnhorststraße.

Die HSG Holsteinische Schweiz spielte mit Marek Malzahn und Tim Schneider im Tor sowie Leon Risch (4), Fynn Sager, Falko Degner, Kevin Kutz (je 3), Simon Grage (2), Martin Fürst, Florian Brandt (je 1), Fabian Buck, Jan Kunert, Steffen Engelbrecht, Till Dummer und Philipp Vogelreuter.

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