Schulz beklagt „leidvolle Erfahrungen“

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14. Juli 2014, 16:28 Uhr

Traditionen pflegen, ohne sich neuen Erfordernissen zu versperren – diesen Spagat zu meistern gelingt der Schützengilde gut. Das sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz gestern in seiner Grußrede bei der Gildetafel. Er ließ dabei angesichts „leidvoller Erfahrungen“ anklingen, dass er sich Gleiches in der Stadtpolitik wünsche.

Das zielte vor allem auf die immer noch starken Vorbehalte in der Bevölkerung gegen die Landesgartenschau und die Stadtsanierung. Vergessen werde von den Kritikern aber, dass Eutin im alten Stil zum Niedergang verurteilt sei. Schulz: „Die Zeichen stehen doch auf Dunkelrot: Leerstände, marode Gebäude, eine veraltete Tourismusstruktur. Wir schieben einen Investitionsstau von 25 Millionen Euro vor uns her.“

Die fälligen Erneuerungsmaßnahmen würden die Stadt drei Jahrzehnte finanziell äußerst strapazieren. Wie die Auffrischung mit Hilfe öffentlicher Förderprogramme schneller und effektiver gehen könne, sei in der Nachbarschaft zu sehen: „Scharbeutz und Haffkrug zeigen doch, wie es geht.“

Eutin habe daher die „einmalige Chance“ genutzt, mit der Landesgartenschau ein Großprojekt zu organisieren, bei dem sich die Stadt in guter Verfassung präsentieren müsse. Die Gartenschau habe als Hebel gewirkt, um in das Förderprogramm Städtebau aufgenommen zu werden. Damit könne Eutin bis 2030 bei 8 Millionen Euro Eigenanteil mit 16 Millionen Euro Fördergeld von Bund und Land rechnen. Die Landesgartenschau sei dagegen finanziell eigenständig: Der mit 7 Millionen Euro kalkulierte Aufwand solle durch Eintritts- und Sponsorengelder gedeckt werden.

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