Eutin : Schulterschluss mit Neuzugängen

Mit diesen Direktkandidaten ziehen die Eutiner Sozialdemokraten in den Kommunalwahlkampf. Es fehlt: Jörg Rödiger.
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Mit diesen Direktkandidaten ziehen die Eutiner Sozialdemokraten in den Kommunalwahlkampf. Es fehlt: Jörg Rödiger.

Mitgliederversammlung der Eutiner SPD: Kandidaten für die Kommunal- und Kreiswahlen sowie Stadtvertretung wurden gewählt.

shz.de von
29. Januar 2018, 16:32 Uhr

Die Kandidaten der Eutiner SPD für die Kommunalwahl am 6. Mai stehen fest. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Brauhaus stellten die Sozialdemokraten des Ortsvereines am vergangenen Wochenende ihre Liste zur Wahl in die Eutiner Stadtvertretung auf. Die vierzehn Spitzenkandidaten werden gleichzeitig auch die Direktkandidaten für die Wahlbezirke in der Kreisstadt sein.

Unter den Direktkandidaten befinden sich überraschend auch Bernd Ditscher und Thomas Koebcke. Die beiden Stadtvertreter hatten erst in den vergangenen Tagen der CDU sowie den Freien Wählern Eutin den Rücken gekehrt und sich der SPD angeschlossen. „Bei mir waren es ausschließlich persönliche Gründe, die mich zu einem Wechsel bewogen haben“, erklärte Ditscher, der seit 2012 zu den Christdemokraten gehört hatte und bereits früher Sozialdemokrat war. Anders sah es bei Koebcke aus. „Wie ich gestern feststellen musste, habe ich einen rückwärtsgewandten FWG-Vorsitzenden“, begründete der 50-Jährige seinen kurzfristigen Abschied von den Freien Wählern. Damit zog Koebcke offenbar Konsequenzen aus der FWE-Kritik am Hotelbau in der Stadtbucht (der OHA berichtete).

Angeführt wird die Eutiner SPD-Liste von Hans-Georg Westphal (Wahlbezirk 5). Der 64-Jährige konnte bei einer Gegenstimme 29 Ja-Stimmen für sich verbuchen. „Jetzt beginnt die Arbeit, Wahlkampf macht auch Spaß“, ermunterte Westphal in Gegenwart des ostholsteinischen Kreisvorsitzenden Niclas Dürbrook seine Genossen. Katja Behrends (WB 4) und der Ortsvereinsvorsitzende Uwe Tewes (WB 13) werden auf den Plätzen zwei und drei in die Kommunalwahl gehen. Sie erhielten jeweils 33 Ja-Stimmen. Auf den weiteren Plätzen vier bis vierzehn folgen mit Karlheinz Jepp (WB 7), Klaus Kibbel (11), Udo Klussmann (6), Reinhard Lettow (9) Detlef Kloth (14), Thomas Koebcke (8), Bernd Ditscher (1), Alexander Jankowsky (10), Jörg Rödiger (2), Gabriele Appel (3) und Ute Blanck (12.1 bis 12.3).

Weitere Listenkandidaten sind Hans-Joachim Detlefs, Hanjo Iwanowitsch, Robert Bahr, Linda Krug, Caroline Busse, Elfriede Elisabeth Welack, Sabine Lettow, Günter Alles, Gudrun Orlick, Regina Poersch, Benno Orlick und Gisela Poersch.

Für die Wahl der SPD-Kreistagskandidaten am 10. Februar nominierten die 36 stimmberechtigten Sozialdemokraten einstimmig Gabriele Appel und Alexander Jankowsky. Karlheinz Jepp hatte nach 25 Jahren im Kreistag nicht mehr zur Verfügung gestanden. Einmütig verabschiedeten die Eutiner Sozialdemokraten mit aktuell 116 Mitgliedern einen vom Vorstand vorbereiteten sechsseitigen Handlungsrahmen für die kommenden fünf Jahre. „Wir wollen einen guten Kommunalwahlkampf hinlegen. Dafür haben wir viele gute Kandidaten“, zeigte sich SPD-Kreisvorsitzende Niclas Dürbrook optimistisch. Und auch Uwe Tewes atmete am Ende der Versammlung erleichtert durch. „Die Vorbereitung der Kandidatenliste und des Handlungsrahmens hat uns viel Energie gekostet. Aber es hat sich gelohnt, wir haben ein richtig gutes Team zusammengestellt“, zeigte sich Uwe Tewes zufrieden. So begrüßte er bei der Versammlung Lars Brandenburg ein neues Parteimitglied. Brandenburg erklärte, er sei der SPD wegen der Großen Koalition (Groko) beigetreten. Der 53-Jährige ließ jedoch offen, ob er ein Befürworter oder Gegner der Groko sei.

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