Schulterschluss fürs Binchen

Der Vorstand des Kulturbundes ist mit der Situation des Binchen sehr zufrieden: (v.  li.) Barbara Kischkat, Erika Hofmann, Matthias Schiffer und Wolfgang Griep.
Der Vorstand des Kulturbundes ist mit der Situation des Binchen sehr zufrieden: (v. li.) Barbara Kischkat, Erika Hofmann, Matthias Schiffer und Wolfgang Griep.

Hauptversammlung des Eutiner Kulturbundes beschließt, das Kommunale Kino weiterzuführen

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26. Juni 2014, 15:56 Uhr

Bei der Hauptversammlung des Eutiner Kulturbundes im Kommunalen Kino Binchen gab es jetzt allen Grund für zufriedene Gesichter. „Die Situation im Binchen ist gut, das Kommunale Kino hat sich bewährt“, erklärte der Kulturbund-Vorsitzende Matthias Schiffer vor rund 20 Vereinsmitgliedern. Und so stimmten die Mitglieder einstimmig dafür, das Binchen weiter zu betreiben – immer unter der Voraussetzung, dass es auch in Zukunft Zuschüsse von der Stadt gibt. Als Signal an die Stadtvertretung wollte Schiffer dieses Ergebnis denn auch verstanden wissen.

192 Veranstaltungen gab es in der vergangenen Spielzeit im Binchen, berichtete das fürs Kino verantwortliche Vorstandsmitglied Wolfgang Griep. Auch mit den Zuschauerzahlen war Griep durchaus zufrieden. „Durchschnittlich 30 Besuchern pro Film reichen uns. Das haben wir erreicht“, schilderte Griep. Natürlich könnten es mehr Besucher sein, fügte er hinzu. Zu manchen Filmen seien nur vier Besucher gekommen, zu anderen beinahe 60. Alles in allem aber reichten die Besucherzahlen, um die Leihkosten für die Filmvorführungen zu bezahlen. Für Miete und Stromzahlungen aber sei das Kino auf die Zuschüsse der Stadt angewiesen. Mit 15 000 Euro unterstützt die Stadt das Binchen in diesem Jahr. Dass das Kino im vergangenen Jahr trotzdem rund 6000 Euro Verlust gemacht habe, erklärte Griep
mit den umfassenden Investitionen in Bühne sowie Ton- und Lichtanlage. „In diesem Jahr sind kaum noch Investitionen nötig, so dass wir Ende 2014 hoffentlich mit Plus-Minus-Null rauskommen“, sagte Griep.

Doch nicht nur mit der Situation des Kommunalen Kinos zeigte sich der Kulturbund-Vorsitzende Matthias Schiffer zufrieden. „Der Zuspruch zu unseren Theateraufführungen ist im Binchen besser als noch in der früheren Aufführungsstätte in den Schlossterrassen“, berichtete Schiffer. Er führe das auf die angenehmere Atmosphäre im Kino zurück, andere Mitglieder tippten allerdings darauf, dass fürs Binchen weniger Eintrittskarten zur Verfügung stehen und Vorstellungen so schneller ausverkauft seien.

Einigkeit herrschte auch beim Thema „Wahlen“: Sowohl die stellvertretende Vorsitzende Erika Hofmann als auch die Kassenwartin Barbara Kischkat wurden einstimmig wiedergewählt. Beide aber betonten, dass es für sie die letzte Amtszeit werden soll. Und so schloss Matthias Schiffer die Hauptversammlung mit einem Wunsch für die Zukunft: „Ich hoffe, dass wir nicht so enden wie der Malenter Kulturbund und an Überalterung sterben.“

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