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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 00:20 Uhr

Schulsanitäter leisten Erste Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

16 neue Schulsanitäter des Gymnasiums Schloss Plön erhalten nach wochenlanger Ausbildung ihre Zertifikate überreicht

von
erstellt am 24.Nov.2015 | 00:32 Uhr

16 Schulsanitäter des Gymnasiums Schloss Plön erhielten kürzlich ihre Zertifikate. Nach einer umfangreichen Ausbildung, die mehrere Wochenenden umfasste, bestanden die Schülerinnen und Schüler ihre theoretischen und praktischen Prüfungen in Erster Hilfe und bilden ab sofort den Schulsanitätsdienst des Gymnasiums.

„Bei Unfällen in der Pause, Verletzungen im Sportunterricht, Krankheiten und Unwohlsein waren bisher die Lehrer und vor allem unsere Sekretärinnen gefragt. Dies übernimmt nun der Schulsanitätsdienst“, erklärt Schulleiterin Anne Paulsen die Aufgabengebiete. Auch der Bereitschaftsdienst bei Schulveranstaltungen und Sportturnieren falle darunter. Im Lehrerkollegium und im Sekretariat sei die Erleichterung über die Entlastung groß.

„Als Lehrer sind wir verpflichtet, regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse zu belegen. Die Ausbildung der Schulsanitäter ist jedoch viel umfangreicher und intensiver. Durch die neuen Schulsanitäter ist daher eine bessere Versorgung im Notfall gewährleistet“, erklärt der Lehrer Ingo Hamann. Er koordiniert den Sanitätsdienst an der Schule und freut sich über die gute Resonanz und das hohe ehrenamtliche Engagement der Schülerinnen und Schüler. „Die Ausbildung und die regelmäßigen Fortbildungen finden in der Freizeit der Schüler statt, da ist es schon toll, dass so viele bereit waren, zwei Wochenenden komplett in der Schule zu verbringen, um sich ausbilden zu lassen.“

Auch Ausbilder Erwin Andresen vom Arbeiter-Samariter-Bund war zufrieden mit der Teilnehmerzahl und den Leistungen während der Ausbildung. Um die Prüfungen so realistisch wie möglich wirken zu lassen, simulierte er mit aufgemalten Wunden, geschminkten Verletzungen und viel Kunstblut zahlreiche Notfallsituationen, in denen die Schüler ihr erlerntes Erste-Hilfe-Wissen anwenden mussten. „Als wir in den Prüfungsraum kamen, lag der Patient mit einem blutenden und offenen Schienbeinbruch auf dem Boden, da wird einem schon ein bisschen anders, auch wenn man weiß, dass es nicht echt ist“, erzählen Amelie Reutter und Lara Hein aus der Klasse 8d.
Nach kurzer Schrecksekunde gelang beiden jedoch die Versorgung des Patienten.

„Jeden Tag haben zwei von uns Dienst, die im Notfall auch aus dem Unterricht gerufen werden. Die Lehrer unterstützen uns, so dass sie die kurze Störung der Stunde in Kauf nehmen. Wir hatten schon in der ersten Woche mehrere Einsätze und mussten auch schon einen Verletzten an den Rettungsdienst übergeben“, erklärt Yannick Weber den Alltag als Schulsanitäter – und schmunzelt: „Die Rettungssanitäter waren auch ganz zufrieden mit unserer Arbeit.“

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