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Ostholsteiner Anzeiger

25. November 2017 | 01:06 Uhr

Schulneubau wird Thema im Ausschuss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Grüne wollen Kosten für eine neue Grundschule am Kleinen See ermitteln lassen

von
erstellt am 17.Okt.2017 | 11:07 Uhr

Die Schulkonferenz der Eutiner Grundschule hat mit ihrer Forderung nach einem Neubau am Kleinen See (wir berichteten) einen wirkungsvollen Anschub geliefert: Die Fraktion der Grünen hat für den Schulausschuss vorgeschlagen, die Kosten für einen Neubau ermitteln zu lassen. Dieser Antrag wird, wie Recherchen des OHA ergaben, im Ausschuss eine Mehrheit finden.

In dem von Christiane Balzer und Eike Diller formulierten Antrag für den Schulausschuss, der das nächste Mal am 21. November tagt, heißt es wörtlich: „Die Verwaltung wird beauftragt, eine überschlägige Kostenschätzung für einen Schulneubau auf Grundlage des beschlossenen Raumprogrammes inklusive 1,5-Feld-Halle am Standort Kleiner See zu erstellen. Die Ergebnisse werden im nächsten Schulausschuss vorgestellt.“

In der Begründung heißt es, dass der Schulausschuss die Erhaltung von drei Grundschulstandorten – Blaue Lehmkuhle, Kleiner See und Fissau – beschlossen habe. Mit einer geplanten Konzentration der Wilhelm-Wisser-Schule am Standort „Berg“ könnte die Grundschule am Kleinen See neu entwickelt werden. Eine erste Schätzung eines Architekturbüros habe für eine energetische Sanierung des Altbestandes Kosten in Höhe von 5,7 Millionen Euro erbracht, aber dann habe man keine Neubauqualität, und die Räume in den alten Gebäuden seien „mit heutigen pädagogischen Erfordernissen nicht vereinbar.“

Nach einem Auszug der älteren Wilhelm-Wisser-Schüler könnte die Grundschule in den Haupttrakt umziehen und nach Abriss von Pavillon und Sporthalle dort eine neue Schule gebaut werden.

Vertreter aller anderen Fraktionen, die der OHA gestern befragte, werden vermutlich den Antrag der Grünen unterstützen. „Das ist ein völlig richtiger Ansatz“, sagte SPD-Sprecher Hans-Georg Westphal. Die Gebäude am Kleinen See seien marode, und wenn schon eine Sanierung mit fast sechs Millionen Euro veranschlagt werde, müsse ernsthaft über einen Neubau nachgedacht werden. Westphal plädierte zudem dafür, auch über eine größere Sporthalle nachzudenken.

„Irgendwie ist gerade alles im Fluss“, stellte Margret Möller (FDP) fest, die sicher ist, dass die Fraktion das Thema beim nächsten Treffen am Montag berät. Und Malte Kuhr, der für die CDU im Schulausschuss sitzt, gab sich zuversichtlich, dass seine Fraktion den Überlegungen über einen Neubau statt einer Sanierung nicht im Weg stehen werde.

Als einen „richtigen Schritt in die richtige Richtung“ sieht Malte Tech (FWE) die Initiative der Grünen, wobei er sicher, die Entwicklung des Standortes am Kleinen See schon lange vorgeschlagen und auch mit dezidierten Bauplänen unterfüttert habe.

Nach Techs Überzeugung wäre am Kleinen See nicht nur für eine neue Grundschule Platz, sondern auch für eine neue Gemeinschaftsschule, eine Dreifeldhalle und ausreichend Parkplätze. Bei der Zuwegung über die Lübsche Koppel hätten sich längst Möglichkeiten eröffnetz, eine Zufahrt mit ausreichender Breite zu schaffen. Das Beispiel Fehmarn zeige, wie es schnell und preiswert gehen könne: „Dort war die neue Schule nach 15 Monaten fertig.“ Für gut zehn Millionen Euro sei eine doppelt so große Schule gebaut worden, wie sie Eutin brauche.

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