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Ostholsteiner Anzeiger

23. November 2017 | 21:37 Uhr

Eutin : Schulkonferenz will einen Neubau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lehrkräfte und Elternvertreter wollen für die Grundschüler am Kleinen See keine Renovierung von fast 50 Jahre alten Klassenräumen

von
erstellt am 14.Okt.2017 | 17:15 Uhr

In der Diskussion um die Entwicklung der Eutiner Schullandschaft gibt es einen neuen, bemerkenswerten Beitrag: Die Schulkonferenz der Gustav-Peters-Schule hat – wie der OHA am Wochenende erfuhr – Donnerstagabend einstimmig beschlossen, die Stadt zum Bau einer neuen Grundschule am Kleinen See aufzufordern. Neben genug Klassenräumen für eine zweizügige Schule (zwei Klassen pro Jahrgang) und entsprechende Fachräume (zum Beispiel ein Klassenraum für Schüler, die noch Deutsch lernen müssen) sprach sich die Schulkonferenz auch für eine Zweifeld-Sporthalle aus. Die wäre doppelt so groß wie die am Kleinen See vorhandene Turnhalle.

Das aus jeweils zehn Lehrkräften und Elternvertretern bestehende Gremium diskutierte eingehend, wie die Zukunft für die Grundschüler (1. bis 4. Klasse) in Eutin aussehen soll. Dabei wurde, wie Schuldirektorin Christine Ludwig dem OHA sagte, auch diskutiert, ob eine Erweiterung der Schule in der Blauen Lehmkuhle und damit eine Konzentration auf diesen Standort eine Lösung wäre.

„Das wurde aber einhellig abgelehnt, weil die Blaue Lehmkuhle für Grundschüler aus diversen Stadtteilen wie zum Beispiel dem Charlottenviertel nicht mehr zu Fuß erreichbar wäre. Als Schulleiterin kann ich nur begrüßen, dass das Prinzip ,Kurze Beine, kurze Wege‘ auch in Eutin beachtet wird.“

Erörtert worden sei weiter die bislang geltende Beschlusslage: Danach sollen die 5. und 6. Klassen der Wilhelm-Wisser-Schule den Standort Kleiner See in Richtung Elisabethstraße verlassen und ihre Klassenräume für Grundschüler genutzt werden. Christine Ludwig: „Die Schulkonferenz kam einmütig zu der Überzeugung, dass die vorhandene Bausubstanz für eine moderne Grundschule nicht mehr geeignet ist.“ Hinzu komme die Tatsache, dass der Auszug der Wisser-Schüler in absehbarer Zeit gar nicht möglich sei, weil die eigentlich angedachte bauliche Erweiterung der Gemeinschaftsschule an der Elisabethstraße in der Diskussion um den Bau einer neuen Turnhalle am Bahnhof gar nicht mehr verfolgt worden sei.

Folglich fiel der Beschluss, die Stadt als Schulträgerin aufzufordern, am Kleinen See ein neues Schulgebäude für die kleinsten Schüler und auch eine neue Turnhalle zu bauen Ludwig: „Das Raumprogramm, also der Bedarf für den Standort Kleiner See, ist ja bereits beschlossen worden.“ Aber die Schulkonferenz hege Zweifel, dass dieser Raumbedarf im vorhandenen Schulgebäude erfüllt werden könne.

Christine Ludwig sagte weiter, dass sie sich den Bau einer neuen Schule vorstellen könne, während die Kinder in den vorhanden Gebäuden weiter unterrichtet werden: Nach ihrer Einschätzung würde der Platz zwischen vorhandenen Schulgebäuden und Friedrichstraße für einen Neubau reichen. Nach dem Bezug könnten die alten Gebäude abgerissen und auf dieser Fläche die neuen Sportstätten gebaut werden.

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