zur Navigation springen

Schulen wollen bessere Zusammenarbeit mit Plöner Sportvereinen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Quo vadis, Sport?“ lautete das Thema einer Podiumsdiskussion zum Abschluss der „1. Sportgespräche Kreis Plön“ zu dem der Kreissportverband (KSV) Plön in die Aula des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Preetz eingeladen hatte. Vorangegangen waren fünf Veranstaltungen, in denen es hauptsächlich darum ging, der rückläufigen Tendenz der Mitglieder in Sportvereinen entgegen zu wirken. In der Abschlussveranstaltung stand insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen im Vordergrund.

Der Vorsitzende des Kreissportverbandes Plön, Sven Thode, war enttäuscht, dass nur wenige Vereine vertreten waren, freute sich aber umso mehr über die zahlreichen Vertreter von Schulen und Kommunen. Sie sollten zunächst ein Referat des Vorsitzenden des TSV Selent hören, dessen Verein es gelungen ist, in den letzten Jahren kontinuierlich die Mitgliederzahlen zu erhöhen. Der Referent fehlte jedoch unentschuldigt, so dass mehr Zeit für die Podiumsdiskussion blieb. Die wurde auch ausgiebig genutzt, wobei die beiden Kreistagsabgeordneten Werner Kalinka (CDU) und Lutz Schlünzen (SPD) mehrfach Einigkeit demonstrierten, was die Förderung des Sports angeht.

Sehr breiten Raum nahmen die Gespräche über die Zusammenarbeit der Schulen mit den Vereinen ein. Hier forderte die Schulsportbeauftragte des Kreises Plön, Kerstin Nickstadt, ein professionelleres Vorgehen der Vereine. „Ich vermisse oft eine Strategie zur Gewinnung neuer Mitglieder, um die Kinder und Jugendliche nicht den kommerziellen Anbietern zu überlassen“, sagte Nickstadt. Die Vereine sollten hier zielorientierter vorgehen und beispielsweise einen Marketingplan aufstellen. „Es werden viele Schnuppertage angeboten, aber mir fehlt mitunter die Nachhaltigkeit“, so Nickstadt weiter. Dem stimmte der Schulrat des Kreises Plön, Stefan Beeg, zu: „Wir brauchen feste Ansprechpartner in den Vereinen, um Kooperationen auch zu leben. Wir können nur die Grundlagen vermitteln und Interesse an Sport wecken.“

Wie Sven Thode berichtete, gebe es im Kreis Plön aber auch viele Beispiele für gute Zusammenarbeit. Ein Paradebeispiel ist das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Preetz, das intensiv mit mehreren Sportvereinen zusammenarbeitet und bereits stattliche Erfolge aufzuweisen hat, wie dessen stellvertretender Rektor betonte. Er lobte dabei auch das stets offene Ohr des Plöner Kreistages.

Viele Diskussionsteilnehmer forderten eine größere Professionalität in den Vereinen mit möglichst hauptamtlichen Geschäftsführern, die sich in Recht und Verwaltung auskennen. „Hier sollten kleinere Vereine über Fusionen oder Ähnliches nachdenken, um hierfür die Grundlagen zu schaffen“, so Thode. Es sei das Ziel des KSV, dass einzelne oder mehrere Vereine bis 2024 mit allen Offenen Ganztagsschulen des Kreises eine Kooperation schriftlich vereinbart haben. Er kündigte an, dass nach Auswertung der Ergebnisse der ersten Sportgespräche für das Jahr 2017 die zweite Runde dieser Gesprächsreihe vorgesehen ist.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Jun.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen