Plön : Schulen werden „digitaler“

Bei neuer Technik ist immer auch etwas Vorsicht geboten.
Bei neuer Technik ist immer auch etwas Vorsicht geboten.

Zwei neue Systemadministratoren sollen IT-Infrastruktur an den Gymnasien in Heikendorf, Lütjenburg, Plön und Preetz warten.

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01. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Einstimmig hatte der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport des Kreises einem Antrag der CDU-Fraktion zur „Digitalisierung der Schulen im Kreis“ zugestimmt. Ganz so einig war sich der Kreistag dann aber in dieser Frage doch nicht ganz, obwohl der Antrag der CDU mit 42 „Ja“-Stimmen bei zwölf Enthaltungen ohne Aussprache durchgewunken wurde.

Der Antrag sieht vor, im Stellenplan 2019 für die vier Schulstandorte in Heikendorf, Lütjenburg, Plön und Preetz zusammen zwei Administratoren einzustellen, die sich um die zunehmend aufwendiger und komplexer werdende Einrichtung und Wartung der IT-Infrastruktur kümmern sollen. Bereits seit Anfang 2017 verfügen alle Schulen in Trägerschaft des Kreises Plön über leistungsfähige Glasfaseranschlüsse. Die Entscheidung dazu hatte der Kreistag bereits im Oktober 2015 mit knapper Mehrheit ebenfalls auf Antrag der CDU-Fraktion getroffen. Seither wurde an den Schulen intensiv weiter an der Digitalisierung gearbeitet und geplant, wie an den jeweiligen Medienkonzepten und Medienentwicklungsplänen deutlich wurde, die im Ausschuss präsentiert wurden.

„Der Kreis ist als Schulträger in der Pflicht, die angeschaffte Technik auch zu warten und in Betrieb zu halten. Dies kann nicht hauptsächlich von Lehrkräften neben ihrem Unterricht geleistet werden. Mit den neuen Systemadministratoren wollen wir dazu beitragen, die Lehrkräfte zu entlasten“, so die Kreistagsabgeordneten Tade Peetz und André Jagusch.

Zusätzlich sollen im kommenden Jahr sollen 100 000 Euro zur Verfügung gestellt werden, um den Schulen zu ermöglichen, einen Pool an digitalen Endgeräten (z.B. Tablets, Notebooks) anzuschaffen, die Schülern für den Unterricht zur Verfügung gestellt werden, die keine geeigneten eigenen Geräte besitzen. Die Schulen setzen in ihren Konzepten stark darauf, dass die Schüler ihre eigenen Geräte zur Nutzung mit in den Unterricht bringen. Dieses Konzept bezeichnet sich als BYOD („bring your own device“) und ist insbesondere auch Grundlage bei der Einrichtung von „digitalen Klassen“.

„Erfahrungen zeigen, dass etwa 92 Prozent der Schülerinnen und Schüler über geeignete eigene Geräte verfügen. Für die verbleibenden 8 Prozent stehen wir als Schulträger in der Pflicht. Kein Schüler soll daran gehindert sein, von digitalem Unterricht zu profitieren, weil die Eltern eventuell keine Möglichkeit haben, ihren Kindern ein entsprechendes Gerät zu finanzieren“, begründete die CDU-Fraktion ihren Antrag, dem letztlich auch die anderen Fraktionen nicht widersprechen konnten und wollten.

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