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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 00:31 Uhr

Schulen: Bosau sucht in Eutin Kooperation

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schulrat Manfred Meyer: Am Ende wird es eine Entscheidung der Schulträger

Die Gemeinde Bosau streckt zur Sicherung ihrer Heinrich-Harms-Schule jetzt die Fühler Richtung Eutin aus. Die Kommunalpolitiker könnten sich eine Kooperation mit der Wisser-Schule vorstellen. Derzeit laufen Gespräche auf Verwaltungsebene. Am Ende wird es eine politische Entscheidung.

Zwar ist die Harms-Schule in Hutzfeld im Sommer zu einer Gemeinschaftsschule erwachsen. Doch das allein sichert nicht ihren Bestand. Entscheidend sind auf dem jährlichen Prüfstand die Schülerzahlen. Und die werden nach der bisher prognostizierten demografischen Entwicklung für Bosau eher schlechter ausfallen.

Rückblende: vor einem Jahr hatten die Bosauer versucht, eine Kooperation mit der Schule an den Auewiesen in Malente einzugehen. Bekanntlich war das Vorhaben an einem Bürgerentscheid gescheitert, obgleich die Kommunalpolitiker mehrheitlich für eine Kooperation gestimmt hatten.

Für Bosau könnte eine schulische Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Eutin die letzte Chance zum Erhalt des Schulstandortes in Hutzfeld sein. Denn wenn die Harms-Schule nicht genügend Schüler im weiterführenden Zweig hat, wird sie geschlossen. Die Folge: die Schüler müssen umliegende Schulen besuchen. Wegen der guten Infrastruktur würden viele ohnehin den Weg nach Eutin wählen. Doch ist dort genügend Platz?

„Wir wollen jetzt mit Weitsicht einen Schulpartner finden“, sagte Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt gestern auf OHA-Anfrage. Zwar platze die Wisser-Schule aus allen Nähten, doch könnte der Platz in Hutzfeld mit Schülern aus Bosau und Umgebung sehr gut als Außenstelle genutzt werden.

Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz bestätigte den Wunsch aus Bosau: „Jetzt sind umgehend Gespräche erforderlich.“ Aber zunächst müssten die städtischen politischen Gremien informiert werden. Schulrat Manfred Meyer hat bereits Gespräche mit den Schulleitungen geführt: „Ich werde das Vorhaben unterstützen.“ Aber auch die Schulkonferenz komme zu Wort. Am Ende werde es eine kommunalpolitische Entscheidung der Schulträger.

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erstellt am 10.Sep.2014 | 13:37 Uhr

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