Eutin : Schule erhalten oder umplanen?

Für das Fundament der offenen Ganztagsschule wich ein Stück Schulhof.
Für das Fundament der offenen Ganztagsschule wich ein Stück Schulhof.

Der Schulausschuss diskutiert heute Abend über die stark sanierungsbedürftige Schule am Kleinen See.

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19. Juli 2016, 04:00 Uhr

Wie sieht Eutins Schulentwicklungsplan aus? Gibt es langfristig genug Schüler für die Grundschule am Kleinen See oder können die derzeit drei Grundschulstandorte zusammengefasst werden?

Diese und ähnliche Fragen diskutiert der heute tagende Schulausschuss ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Im Fokus steht dabei die Schule am Kleinen See, da das Gebäude insbesondere der Grundschule stark sanierungsbedürftig ist. Neben dem Zahn der Zeit sorgten auch einige Nager für Schaden, der bisher nur ausgebessert, aber nie saniert wurde, weil die Wirtschaftlichkeit in Frage stand (wir berichteten).

Als eine Basis für Überlegungen legte die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage den Schulentwicklungsplan des Kreises Ostholstein zugrunde sowie die Gutachten der Projektgruppe „Bildung und Region“. Der „Kreisschulentwicklungsplan allgemeinbildende Schulen 3. Fortschreibung 2014/15 – 2033/34“ prognostiziert einen allmählichen Rückgang der Schülerzahlen in der Eutiner Grundschule. Im Schuljahr 2033/34 sollen danach 475 Schüler die Grundschule besuchen. Allerdings liegen die tatsächlichen Zahlen in diesem Schuljahr bereits höher als vorausgesagt, heißt es in der Vorlage. Das Schulgebäude am Kleinen See wird derzeit von der Gustav-Peters-Grundschule und der Wilhelm-Wisser-Schule genutzt. Die Grundschule hat ihre Klassenräume in den Pavillon-Bauten und die Gemeinschaftsschule im 2-stöckigen Gebäudeteil. Fachräume, Turnhalle und Mensa werden gemeinsam genutzt. Außerdem sei da derzeit DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) statt.

„Der bauliche Zustand des gesamten Gebäudes ist eher als schlecht zu bezeichnen. Besonders die Pavillon-Bauten, in denen die Grundschule untergebracht ist, sind sanierungsbedürftig und vor allem aus energetischen Gründen nicht mehr zeitgemäß. Dies gilt ebenfalls für die Turnhalle“, lautet die Vorlage.

Was mit dem Gebäudeteil der Gemeinschaftsschule passiert, wenn die fünften und sechsten Klassen nach dem Erweiterungsbau am Standort Berg auch in die Elisabethstraße „passen“, ist zu diskutieren. Ebenso ob langfristig für die Grundschüler nicht in den Gymnasien zusätzlicher Raum gefunden werden könne oder am See ein gänzlich neues Schulzentrum entstehen müsse.

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