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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 19:09 Uhr

Schulden wachsen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kasseedorf beschließt Haushalt mit einer weiter steigenden Kreditaufnahme

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 00:34 Uhr

„Das wird für lange Zeit der letzte Haushalt mit so umfangreichen Investitionen gewesen sein“. So kommentierte Kasseedorfs Bürgermeisterin Regina Voß (SPD) den Etat 2014, der Dienstag von den Gemeindevertretern einstimmig beschlossen wurde. Seit 2010 hat die Gemeinde zwei umfangreiche Straßenbauten verwirklicht und ein neues Löschfahrzeug gekauft. Im kommenden Jahr erhält die Feuerwehr Sagau ein neues Auto. 120 000 Euro stehen dafür im Haushalt bereit.

Für den Straßenausbau von Griebel nach Vinzier endete die Ausschreibung deutlich unter der kalkulierten Summe. Die voraussichtliche Ersparnis von 27 000 Euro mindert das Defizit im Haushalt, das laut Satzungsentwurf 167 200 Euro betragen wird.

Diese Zahl ist unter anderem bereinigt um 310 600 Euro Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände der Gemeinde, die zu einem entsprechend höheren Fehlbetrag führen. Trotz Tilgungen von 55 400 Euro im kommenden Jahr steigt das geplante Kreditvolumen bis Ende des Jahres auf knapp 1,1 Millionen Euro. Das entspricht seit 2010, dem ersten Haushaltsjahr in doppischer Buchführung, einer Verdreifachung. Im gleichen Zeitraum wird die Pro-Kopf-Verschuldung voraussichtlich von 242 auf 712 Euro steigen – eine Reduzierung der Einwohnerzahl wegen des Zensus’ nicht eingerechnet.

Eine exakte Beurteilung der finanziellen Lage der Gemeinde werde erst mit Vorlage der korrigierten Eröffnungsbilanz und den darauf fußenden Jahresabschlüssen möglich sein, hieß es. „Wir sind guter Dinge, dass wir die Gemeinde Kasseedorf im Januar mit den erforderlichen Unterlagen versorgen können“, sagte der Leitende Verwaltungsbeamte Burkhard Busch.

Regina Voß hatte sich unterdes im Amt die absehbaren Ergebnisse der Jahresabschlüsse geben lassen. Für alle vier Jahre einschließlich des noch laufenden kam sie auf rund 600 000 Euro Minus. 464 300 Euro habe die Gemeinde an Kreisumlage gezahlt, 336 400 Euro Amtsumlage. Blieben 600 000 Euro
an Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen, wovon 360 000 Euro für Schulen und Kindergarten ausgegeben würden. Die restlichen 240 000 Euro stünden für Feuerwehren, Bauhof mit Winterdienst und alle weiteren Bereiche bereit, die der Gemeinde am Herzen liegen.

Die Gemeindevertreter beschlossen neben dem Haushalt 2014 einen Wechsel des Veranlagungszeitraumes für die Zweitwohnungssteuer von vierteljährlich auf monatlich und die Gültigkeit der Gemeindewahl im Mai. Einigkeit bestand auch darin, sich intensiv an den runden Tischen zum FFH-Gebiet entlang der unteren Schwentine zu beteiligen. Eine erste Veranstaltung dazu hatte am 28. November in Kasseedorf stattgefunden (der OHA berichtete).

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