Schul-Kooperation ohne Garantien

Vertrag zur organisatorischen Schulverbindung zwischen der Gemeinde Bosau und der Stadt Eutin steht vor der Unterzeichnung

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13. Januar 2015, 11:08 Uhr

Die bevorstehende Kooperation der Sekundarstufen 1 der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld und der Wilhelm-Wisser-Schule in Eutin ist keine Garantie für den Erhalt der Harms-Schule in Hutzfeld. So jedenfalls geht es aus dem Vertragsentwurf hervor, den die Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (Eutin) und Mario Schmidt (Bosau) demnächst unterzeichnen werden.

Immer weniger Anmeldungen im Bereich der Sekundarstufe 1 (ab 5. Klasse) hatten in den vergangenen Jahren immer wieder die Existenz der Heinrich-Harms-Schule aufs Spiel gesetzt. Vor einem halben Jahr noch sorgten knapp über 240 Schülerinnen und Schüler im weiterführenden Bereich für den Erhalt der Heinrich-Harms-Schule als Gemeinschaftsschule. Das jährliche Zittern um die Anmeldezahlen sollte mit der angestrebten Kooperation ein Ende haben.

Doch das Zittern für den Erhalt des weiterführenden Bereiches an der Heinrich-Harms-Schule geht auch innerhalb einer Kooperation mit Eutin weiter. Im öffentlich-rechtlichen Vertrag heißt es nämlich: „Der Schulstandort Hutzfeld bleibt als Außenstelle erhalten, solange dort eine ausreichende Schülerzahl vorhanden ist. Sollten weniger als 25 Kinder für den 5. Jahrgang am Standort Hutzfeld angemeldet werden, wird dort vom Grundsatz keine Klasse gebildet und je nach räumlichen Kapazitäten am Standort in Eutin beschult.“

Und sollten Schülerinnen und Schüler aus Hutzfeld in Eutin beschult werden müssen, dann soll die Gemeinde Bosau an die Stadt Eutin Schulkostenbeiträge bezahlen. Daran ändert offensichtlich auch eine Schulkooperation nichts. Die rechtlich neue Schule – bestehend aus Wisser- und Harms-Schule – hat nur noch eine Schulkonferenz, einen Schulelternbeirat und ein Schulprogramm. Zwei Mitglieder aus der Gemeinde Bosau sollen Mitglied im Schulleiterwahlausschuss werden.

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