Schützen: Hunke bleibt bis zur Fusion

Die Merheit der Schützen sprach sich für weitere Verhandlungsgespräche mit dem PSV und anderen Vereinen aus.
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Die Merheit der Schützen sprach sich für weitere Verhandlungsgespräche mit dem PSV und anderen Vereinen aus.

Mitglieder stimmten für Zusammenarbeit: Der langjährige Vorsitzende der Eutiner Sportschützen, Jörg Hunke, bleibt für die Verhandlungen

shz.de von
16. April 2018, 00:39 Uhr

Sind die Eutiner Sportschützen von 1954 bald Geschichte? Die 42 anwesenden Teilnehmer des 60 Mitglieder starken Vereines stimmten auf ihrer Jahresversammlung dem Vorschlag des Vorstandes zu, die Möglichkeiten einer Verschmelzung mit dem Polizeisportverein (PSV) Eutin auszuloten. Eine endgültige Entscheidung wird allerdings erst auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung fallen, wenn alle Details geklärt sind.

Die Diskussion über die Zukunft nahm den breitesten Raum der Versammlung ein. Aufgrund der drastisch gesunkenen Mitgliederzahl und der immer mehr abnehmenden Bereitschaft zu ehrenamtlichen Arbeiten (der OHA berichtete) sieht der Vorstand den Bestand des Vereines als gefährdet an. „Die Entwicklung sehe ich so, dass sich der Verein in einigen Jahren auflösen muss“, sagte Jörg Hunke. Der Vorsitzende berichtete, dass es in den bisherigen Gesprächen mit dem PSV lediglich um Grundsätzliches gegangen sei. Erst jetzt könne über Einzelheiten einer Verschmelzung verhandelt werden. Längst nicht allen Teilnehmern war wohl bei der Abstimmung. Zudem wurde angeregt, auch mit der Eutiner Schützengilde und anderen Vereinen zu sprechen. Letztlich votierten die Anwesenden bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen für die Aufnahme der Gespräche mit dem PSV.

Die Sportschützen gehen keineswegs mit leeren Händen in die Verhandlungen. Neben einer erfolgreichen Vergangenheit mit einem Olympiasieg und diversen Meisterschaften, steht der Verein finanziell glänzend da, wie der Schatzmeister Axel Ehrhardt berichtete. Allein durch den Schießbetrieb und dem Überschuss aus dem Speisen- und Getränkeverkauf bei Veranstaltungen werden regelmäßig nicht unerhebliche Einnahmen generiert.

Recht zügig wurden die Wahlen abgehandelt. Jörg Hunke erklärte sich bereit, bis zu einer möglichen Verschmelzung weiter das Amt des Vorsitzenden auszuüben. Gleich für zwei Jahre wurden dagegen der stellvertretende Vorsitzende Kai Pries, Schriftführerin Petra Ehrhardt, Schatzmeister Axel Ehrhardt, sein Stellvertreter Jona Drechsler, Pressewart Wilhelm Boller, Jugendwart Jörg Hunke, EDV-Koordinator Joachim Schütt, Katja Hannemann als Schießwart Gewehr und Kurt Rockel als Schießwart Pistole einstimmig wiedergewählt. Dagegen blieben die Posten der stellvertretenden Schriftführung und Jugendwart ebenso vakant wie die des Oberschießwartes und des Waffenwartes.

Fröhliche Gesichter und damit einen versöhnlichen Ausklang gab es bei den abschließenden umfangreichen Ehrungen (siehe Kasten).




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